Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

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Rolf
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Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von Rolf »

Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 03,4729920

hochwald
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von hochwald »

Naja wenns nach der Bahn geht, aus wirtschaftlicher Sicht dürfte der Zug längst abgefahren sein (der Regionalverkehr ist ja Größtenteils Landessache, klar mit mühsamen Konkurrenten aus Sicht der Bahn...). Aber politisch ist es einfach ein totales Unding, ein falsches Signal, da mögen die modernen Triebwagen noch so komfortabel sein. Auch dass sich das die CFL auf Dauer bieten lässt, aber es war immer schon so, Europa ist wie ne Schallplatte, in der Mitte ist ein kleines schwarzes Loch und das ist halt Trier. :mrgreen:

jojo54
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von jojo54 »

Nach einem Beitrag aus der SWR.3-Landesschau RLP vom 23.12.2019, ist zu befürchten, dass es auch nach 2030 keinen Fernverkehr nach Trier oder Luxemburg geben wird, da die Investitionen zu hoch und das Fahrgastaufkommen zu gering sei.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... r-100.html

MfG
jojo54

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Dieselpower
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von Dieselpower »

Komisch, daß es sich offenbar Jahrzehnte lang gerechnet hat...
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Albert Einstein
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich...!"
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Rolf
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von Rolf »

Wenn man der Grafik auf der neusten Präsentation zum Deutschlandtakt (s. Karte S. 17) trauen darf, soll die Strecke Köln-Koblenz-Mosel-Trier bis 2030 auf 200 km/h für eine "FR-Linie" ertüchtigt werden, und das über die Grenze hinweg nach Luxemburg. Das spricht dann doch für einen wie auch immer gearteten Fernverkehr:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlag ... cationFile
Wie das insbesondere im engen Tal zwischen Koblenz und Pünderich durchgesetzt werden soll, bleibt mir schleierhaft.

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HDE
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von HDE »

Habe mir die Planungen auch angeschaut.
Die Höchstgeschwindigkeiten gelten ja nur für bestimmte Abschnitte, nicht für den gesamten Lauf.
Mir stellt sich die Frage, welche Fahrzeuge/Züge hier geplant sind ?

Edi Reiz
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von Edi Reiz »

Jetzt:
Alle Stunde eine RE von Mannhein/Luxemburg/TRIER nach KOBLENZ.
Dort nach Süden und Norden Anschlüsse mit IC/ICE.

Von TRIER alle Stunde mit der RB nach Koblenz.

De mal vorkehrene ICÈ nach Berlin war schwach besetzt-bin oft damit nach Koblenz gefahren.
OHNE AUSBAU DER STREIKE ICE KEINEN SINN

EDI REIZ

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Dieselpower
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von Dieselpower »

Edi Reiz hat geschrieben:
Mo 24. Aug 2020, 09:47
OHNE AUSBAU DER STREIKE ICE KEINEN SINN

EDI REIZ
Das ist doch Quatsch - wenn man auf einer Strecke nicht an jeder Milchkanne hält, kann man schon viel Fahrzeit gewinnen, man braucht nur in alte Kursbücher zu schauen.
Es gab in den späten 80ern z.B. auf der Siegstrecke D-Züge, die schafften es in 30 Minuten von Köln nach Eitorf, einer sogar in 28 - mit Zwischenhalt in Siegburg und Troisdorf. Und dazwischen lag damals nur ein Gleis.
Heute eiert sich der RE satte 40 Minuten zusammen, obwohl er auch streckenweise auf 160 km/h angehoben wurde. Der hält aber in Deutz, Porz, Hennef.....
Oder man denke an die Heckeneilzüge zwischen Köln und Frankfurt über den Westerwald...allein auf der OWW-Strecke machte der gegenüber dem Nto 20 Minuten gut!

Wenn aber jeder Popelortsbürgermeister auf seinen ICE-Halt pocht, wie der Sündenbock von Spatzenhausen, dann ist der ganze FV Quatsch...
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Klaus aus FG
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von Klaus aus FG »

Dieselpower hat geschrieben:
Mo 24. Aug 2020, 10:54

Das ist doch Quatsch - wenn man auf einer Strecke nicht an jeder Milchkanne hält, kann man schon viel Fahrzeit gewinnen, man braucht nur in alte Kursbücher zu schauen.

Wenn aber jeder Popelortsbürgermeister auf seinen ICE-Halt pocht, wie der Sündenbock von Spatzenhausen, dann ist der ganze FV Quatsch...
Dazu habe ich mal das aktuelle Angebot der Strecke mit 1990 und 1973 verglichen.

1973 als die Strecke noch nicht elektrifiziert war und die Schnellzüge mit 216 und 624 - einem extremen "Beschleunigungswunder" - gefahren wurden, gab es einige Leistungen, die Koblenz-Trier OHNE Zwischenhalte absolvierten und so auf eine Fahrzeit von 80 Minuten oder knapp darunter kamen. Daneben gab es einen größere Anzahl Schnellzüge mit drei Zwischenhalten in Cochem, Bullay und Wittlich, die brauchten dann rund 90 Minuten.
1990 war die Strecke elektrifiziert und der Verkehr weitestgehend vertaktet. Die Züge waren lokbespannt mit 181 oder 110. Die "Sprinter" gab es nicht mehr und alle schnellen Verbindungen bedienten nun Cochem, Bullay und Wittlich. Fahrzeit 80 Minuten, d.h. der durch die Elektrifizierung mögliche Fahrzeitgewinn wurde in regelmäßige Zwischenhalte investiert.
Heute sind bei den mit Triebwagen gefahrenen schnellen Verbindungen zu den drei Takthalten der 90er mit Kobern-Gondorf, Treis-Karden und Schweich noch drei weitere Halte dazugekommen und die Taktfahrzeit beträgt 84 Minuten.
Nun mag sich jeder ausrechnen, was ohne Streckenausbau allein durch Reduktion auf wieder nur drei oder sogar gar keine Zwischenhalte als Fahrzeit möglich wäre.

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Dieselpower
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Re: Trier auch nach 2030 ohne Fernverkehr?

Beitrag von Dieselpower »

Wie auch immer - letzendlich geht es doch gar nicht um Minutenfeilscherei im Moseltal. Die Diskussion hatten wir doch schon x mal hier!
Wie jeder Bahnkunde weiß, birgt heutzutage jeder Umstieg ein Risikopotential in der Reisekette. Anschluß kann nicht warten (FV auf NV sowieso nicht), Anschluß fällt aus....der Vielfahrer kennt es.
Viel wichtiger als ein Parallelangebot mit mittlerweile kaum mehr nennenswert komfortableren Zügen (IC2 = RE mit Teppich - Originalton ProBahn) ist doch eine Direktverbindung in das Fernnetz. Und da Nah- und Fernverkehr wartetechnisch nix (mehr) miteinander zu tun haben, ist es ein zusätzliches Risiko, vielleicht auch noch mit Koffern umsteigen zu müssen. Ich bin dieses Jahr drei mal unterwegs, und bin entsetzt, welch einst leicht und direkt erreichbare Orte nur noch über ein vier- oder gar fünffaches "RB-Hüpfen" erreichbar sind, so daß ich immer häufiger das Auto nutze.
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