Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Rolf
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Rolf » Sa 27. Jul 2019, 09:37

Pablo hat geschrieben:...Deshalb sprechen wir bei der IG Nationalparkbahn auch bei der Veröffentlichung von Meldungen oder Pressemitteilungen bewusst nicht von der "Bahn zum Hahn"...

Sehr richtig!

jojo54
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon jojo54 » Sa 27. Jul 2019, 14:11

So lange ich im Hunsrück unterwegs bin und das ist seit 1981 wurden die Hunsrück-Querbahn und der Flughafen Hahn (fast) immer in Verbindung gebracht, was in alten Pressebeiträgen, die mir vorliegen, nachgewiesen ist und was man mir in der Region in persönlichen Gesprächen mehrfach erläuterte.

Es ist richtig, die Zeiten haben sich geändert, der Flughafen dürfte für die Passagiere und Ryanair weiter an Bedeutung verlieren, spätestens dann, wenn das Billig-Terminal "3" am Frankfurter Airport öffnet. Auch ist verständlich, dass dieser nicht mehr das Argument für den Erhalt der Bahn ist. Wenn Bahnbefürworter und die Politik "vor Ort" nicht bald zumindest einen kleinen Erfolg erzielen, z. B. Ausflugsfahrten ab Langenlonsheim bis Simmern zum Schinderhannes-Freizeitweg, wird die Querbahn westlich von Stromberg in die Bedeutungslosigkeit versinken, sieht man von den Bemühungen der Morbacher Eisenbahner einmal ab.

Sorry, wenn ich Leute aus der Region mit den Beiträgen verärgert habe. Deshalb werde ich "vom Hahn" hier auch nichts mehr einstellen.

Übrigens, heute steht in der SWR.3-Landesschau RLP, dass am 01.08.2019 im Hunsrück ein neues, deutlich verbessertes Busangebot in Kraft tritt. Ähnliches war am 22.07. auch im Lokalteil der Hunsrück-Zeitung zu lesen. Angeblich sollen zeitweise Doppelstock-Busse zum Einsatz kommen, u. a. auf einem neuen Express-Angebot von Simmern über Rheinböllen und die Autobahn nonstop nach Bad Kreuznach. Da sieht man doch, wo es lang geht und die parallel verlaufende Bahnstrecke wird bei solchen Angeboten auch in Zukunft deutlich das Nachsehen haben. Schade, dass bei all den Verbesserungen die Hunsrück-Querbahn keine Erwähnung findet, außer dass am (Bus-) Bahnhof Simmern die Umsteigezeiten verbessert werden und dieser in "Alter Bahnhof Simmern" umbenannt wird. Ob das Wort "alt" hierbei gerechtfertigt ist ???

Siehe auch hier:

https://www.vrminfo.de/verkehrsverbund/ ... 94f6213561



MfG
jojo54

buraeepp
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon buraeepp » Sa 27. Jul 2019, 17:30

...und dann kommen die Politiker und machen der Bevölkerung klar, dass man die Bahn gar nicht braucht. - Es gäbe ja nun einen besseren Busfahrplan. :twisted:
Einfach zu Heulen das Ganze :-o
Grüße aus dem Taunus
buraeepp

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Wolfgang Riedel
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Wolfgang Riedel » Mo 29. Jul 2019, 19:52

Hallo zusammen,

zu dem Thema will ich mich auch noch äußern. Jeder Haushalt hat hier in Bad Münster am Stein, vor einigen Tagen, einen Faltplan bekommen. Hier sind die Fahrzeiten für einen Express - Bus von Simmern über Rheinböllen nach Bad Kreuznach aufgeführt.

Unter der Woche fahren 14 Buspaare, Samstag 7 Buspaare und Sonn- / Feiertags 6 Buspaare.

Sieht zwar alles sehr gut aus, aber der Bus hält halt nur in Simmern, Rheinböllen und Bad Kreuznach, sonst nirgendwo.

Die Bahn würde mit Sicherheit öfter fahren und weit aus mehr Haltestellen (als nur 3) anfahren.

Es ist für mich eine Augenwischerei; aber ganz ehrlich, so lange in den Hunsrück keine Bahn mehr fährt, ist der Hunsrück für mich keine Reise mehr wert.

Seit 1988 zerredet man die Reaktivierung dieser Bahnstrecke. In diesen 31 Jahren ist nichts passiert, außer Lippenbekenntnisse.....

Viele Grüße

Wolfgang Riedel

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Wolfgang Riedel » Do 8. Aug 2019, 20:00

Hallo zusammen,

in der hiesigen Presse war zu lesen, das "die Hunsrückbahn auf Eis gelegt ist". Den Zeitungsartikel habe ich noch nicht gelesen - ich habe nur die Überschrift mitgeteilt bekommen.

Traurige Grüße

Wolfgang Riedel

jojo54
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon jojo54 » Fr 9. Aug 2019, 12:23

Wolfgang Riedel hat geschrieben:Hallo zusammen,

in der hiesigen Presse war zu lesen, das "die Hunsrückbahn auf Eis gelegt ist". Den Zeitungsartikel habe ich noch nicht gelesen - ich habe nur die Überschrift mitgeteilt bekommen.

Traurige Grüße

Wolfgang Riedel


Erbitte Informationen, in welcher "hiesigen Presse" der Beitrag zur Hunsrückbahn gestanden hat. Derzeit finde ich nichts dazu.

MfG
jojo54

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Wolfgang Riedel
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Wolfgang Riedel » Sa 10. Aug 2019, 19:59

Hallo zusammen,

den angesprochenen Zeitungsartikel habe ich jetzt vor mir liegen. Der stimmt wenig hoffnungsvoll. Wenn ich das richtig lese kommt auch nur die Meinung des "IGH" zur Sprache.

Der Artikel wurde am 3. August veröffentlicht.

Viele Grüße

Wolfgang Riedel

Lw
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Lw » So 11. Aug 2019, 09:29

Ich habe den Artikel aus dem "Öffentlichen Anzeiger" Bad Kreuznach auch vor mir liegen. Und habe den gleichen Eindruck: Der Artikel gibt nur die Position der IGH wieder. Sowohl beim Lesen des Artikels wie auch beim Surfen auf der Website der IG fällt mir auf, dass vorrangig mit dem Blick auf die Anbindung des Flughafens Hahnargumentiert wird. Mache es überhaupt Sinn, den Flughafen Hahn noch mit einer Bahnverbindung auszustatten, wo doch keiner mehr vom Hahn aus abfliegen wolle, so eine Aussage. Entsprechend würden Politik und Verbände die Sicht auf die Bestimmung der Hunsrückbahn wandeln: "Bahn zum Hahn", "Bürgerbahn", "Pendlerbahn". Die "Allianz pro Schiene" verlange die "Reanimation der Strecke" (gemeint ist wohl die Reaktivierung). Aus Sicht der IG würden die Hunsrück-Bewohner die reaktivierte Strecke nicht annehmen, weil der Bus und das Auto schneller seien.

Meine persönliche Meinung: Ich teile die zitierte Einschätzung der IG, dass viel versprochen und wenig umgesetzt wurde seitens der Verantwortlichen.
Ich teile allerdings nicht die verengte Sicht auf die Hunsrück-Pendler und frage mich vor allem, was denn eigentlich mit den vielen Pendlern aus Windesheim, Guldental, Schweppenhausen usw. ist. Die tauchen in der Fragestellung eigentlich nicht auf. Aber allein für die Pendler bis Stromberg/ Rheinböllen würde sich doch eine reaktivierte Bahn schon lohnen.
Und mir scheint, in der IG hat man noch nicht "den Schuss gehört" - wir werden unser Mobilitätsverhalten in den nächsten Jahren massiv verändern müssen (Stichwort: Klimawandel). Das ist doch für jeden, der nur ein bißchen mal in die Zeitung guckt, klar. Allmählich kommt doch sogar in Regierungskreisen an, dass wir mit diesem Wahnwitz einer auto-basierten Transportlogistik nicht mehr weiterkommen. Und dass wir wertvolle ländliche Räume wie den Hunsrück nicht länger ausbluten lassen dürfen, sondern fördern müssen. Dazu gehört auch eine funktionierende Bahnanbindung als wichtiges Element der Daseinsvorsorge.

jojo54
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon jojo54 » Mi 16. Okt 2019, 13:04

Für den morgigen Donnerstag, 17.10.2019, ist um 20:15 Uhr im SWR.3-Fernsehen RLP die Sendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz" angekündigt.
Dort ist folgendes Thema vorgesehen: "Streit um die Hunsrückbahn - Wann fahren wieder Züge durch Simmern"

Dazu auch ein zahlungspflichtiger Beitrag aus der Rhein-Zeitung, Teilausgabe Simmern und Hunsrück.

https://www.rhein-zeitung.de/region/aus ... 39458.html

MfG
jojo54

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon jojo54 » Do 17. Okt 2019, 11:33

Zu der für heute Abend um 20:15 Uhr angekündigten Sendung bringt die SWR.3-Landesschau RLP vorab eine umfangreiche Information auf ihrer Homepage.

Hier der Link:

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... n-102.html

MfG
jojo54

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon jojo54 » Do 17. Okt 2019, 20:39

Die soeben beim SWR ausgestrahlte Sendung brachte für mich keine wirklichen Neuigkeiten.
Es wird so weiter gehen wie bisher, oder besser gesagt seit über 30 Jahren und es geschieht auch in Zukunft nichts, rein garnichts. So ist es zumindest zu befürchten.

MfG
jojo54

Westeifelbahner

Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Westeifelbahner » Do 17. Okt 2019, 20:51

Ja. So wurde es schließlich von der BI gegen die Bahn bereits angedroht. Kommt das Planfeststellungsverfahren irgendwann tatsächlich mal zu einem Ende, klagt man eben - und erspart Bahn & Land in Aktionismus verfallen zu müssen.
Mich würde nur mal interessieren, auf was eigentlich die inzwischen ständig wiederholte Aussage basiert, dass Berlin Milliarden für Reaktivierungen zur Verfügung stelle? Mir ist nur bekannt, dass der Bund dem DB-Konzern "unter die Arme greifen will".
Gruß Westeifelbahner


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