Eifelquerbahn

jojo54
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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon jojo54 » Fr 20. Okt 2017, 12:55

Hier drei Aufnahmen von Ulmen, Daun und Dockweiler, die in den letzten Tagen entstanden sind.

Es wächst alles mehr und mehr zu.

In den Kommentaren von regionalen Medien wird die nicht gewollte Reaktivierung als "Entscheidung der Vernunft" bezeichnet.

Der Bau eines Rad- und Wanderwegs von Kaisersesch nach Gerolstein dürfte nicht aufzuhalten sein, weil von kommunaler Seite keinerlei Interesse an der Bahn besteht.

MfG
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Ulmen_1.jpg
Daun_1_1.jpg
Dockweiler_1_1.jpg

eta176
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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon eta176 » Di 28. Nov 2017, 03:05

Redaktionsleiter Thomas Brost der RZ Cochem-Zell schreibt in der Ausgabe vom 28.11.2017:

Wie das Land die Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein in ein Dauerkoma versetzt
Aus Schienen- könnte ein Radweg werden
Für Bahnfans kommt aus Mainz eine ganz bittere Nachricht: 27 Jahre nachdem der Personennahverkehr
auf der Eifelschiene zwischen Kaisersesch und Gerolstein eingestellt worden ist, bleibt die Reaktivierung
in weiter Ferne. Die Strecke wird von der Landesregierung quasi ins Dauerkoma versetzt, ohne dass der
Exitus verkündet wird.


Und wieder muss das verlogene 40 Millionen Euro-Gutachten herhalten, damit FDP-Staatssekretär Andy
Becht verkünden kann, dass das Land nix in die Strecke stecken könne. Jetzt müssen auch noch die ge-
planten Busverkehre dafür herhalten, denn es gebe im „Verkehrskorridor, der von der Eifelquerbahn ab-
gedeckt wird, Verbesserungen“. Dazu gehöre die RegioBuslinie 500, die von Dez. 2021 an täglich - und
zumindest an Werktagen - im Stundentakt von Cochem über Ulmen und Daun nach Gerolstein verkehre.
Ebenso wären im ÖPNV-Abschnitt zwischen Ulmen und Kaisersesch „lokale Ergänzungslinien“ eingeplant.

Der Artikel war bereits am Montag online:
https://www.rhein-zeitung.de/region/lok ... 36976.html

jojo54
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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon jojo54 » Do 30. Nov 2017, 20:01

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch spricht sich für einen Radweg auf der Trasse der stillgelegten Eifel-Querbahn aus.

Da weiss man nun, wo es lang geht......

Informationen aus dem SWR.3-Fernsehen vom 30.11.2017.

https://www.swr.de/swraktuell/rp/koblen ... index.html

MfG
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reinout
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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon reinout » Fr 1. Dez 2017, 00:13

Eine reaktivierte Eifelquerbahn wäre ein schönes "Rückgrat" für das ganze öffentlicher Verkehr in die Region. Im Vergleich mit andere reaktivierte Strecken sieht die Eifelquerbahn doch ganz nicht schlecht aus.

Problem ist das die Gemeinden wirklich kein Geld haben. Bund wird/darf nichts machen. Land soll es tun. Schirmt mit schöne Wörter und mit eine 85% Finanzierung, weiß aber das es die restliche 15% nie geben wird. Also: das Land will nichts machen.

Also soll man hoffen das die Strecke nicht abgebrochen wird bis es eine neue Landesregierung gibt. Und das eine neue Regierung wegen Umwelt und/oder Tourismus und/oder Regionsstrukturstärkung doch reaktivieren will. Also.... wann gibt es Neuwahlen? :D

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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon jojo54 » Fr 1. Dez 2017, 09:17

reinout hat geschrieben:Eine reaktivierte Eifelquerbahn wäre ein schönes "Rückgrat" für das ganze öffentlicher Verkehr in die Region. Im Vergleich mit andere reaktivierte Strecken sieht die Eifelquerbahn doch ganz nicht schlecht aus.

Problem ist das die Gemeinden wirklich kein Geld haben. Bund wird/darf nichts machen. Land soll es tun. Schirmt mit schöne Wörter und mit eine 85% Finanzierung, weiß aber das es die restliche 15% nie geben wird. Also: das Land will nichts machen.

Also soll man hoffen das die Strecke nicht abgebrochen wird bis es eine neue Landesregierung gibt. Und das eine neue Regierung wegen Umwelt und/oder Tourismus und/oder Regionsstrukturstärkung doch reaktivieren will. Also.... wann gibt es Neuwahlen? :D

Reinout


Die letzten Landtags-Wahlen fanden im März 2016 statt, die nächsten sind vsl. 2021. Auch diese werden die Eifelquerbahn nicht retten können. Da sind die Kosten viel zu hoch und das wirkliche Engagement für einen Erhalt viel zu gering.

Nachdenklich

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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon Rolf » Fr 1. Dez 2017, 14:15

jojo54 hat geschrieben:Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch spricht sich für einen Radweg auf der Trasse der stillgelegten Eifel-Querbahn aus.

Das heißt, der erste Kommunalpolitiker gibt auf. Andere werden dann wohl folgen. Da man von der aktuellen Landesregierung nichts mehr zu Gunsten der Strecke erwarten kann, sieht es wohl düster aus. Der Anfang vom Ende. Ein Jammer um diese schöne Strecke mit so viel Potential. Dabei ist der Zeitpunkt für Investitionen in die Infrastruktur so günstig wie nie (wieder). Die Zinsen sind auf dem absoluten Tiefststand und in den USA ist die Zinswende bereits eingeläutet. Irgendwann zieht die EZB nach. Wenn die öffentliche Hand also nicht JETZT investiert, dann nie. Wenn die Zinsen erst mal steigen, ist es endgültig vorbei. Dann geht das Geld nur noch für unvermeidbare Ausgaben drauf. Die Landesregierung schadet damit dem Land und der Bevölkerung, der sie eigentlich dienen soll. Es ist nicht zu fassen, was da in Mainz passiert bzw. nicht passiert. Ich bin darüber sehr verärgert.

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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon jojo54 » Mi 20. Dez 2017, 14:25

Am 19.12.2017 steht wieder mal etwas im Trierischen Volksfreund, Teilausgabe Daun, zur Eifelquerbahn.

An der Bahn besteht weder von Seiten des Landes, noch der Landkreise oder der Kommunen irgendwelches Interesse. Und die Eisenbahnbefürworter sind hilflos.

Wirkliche Neuigkeiten sind das nicht, weil alles bereits im Oktober zu lesen war.

https://www.volksfreund.de/region/daun/ ... id-6965432

MfG
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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon JK » Mi 20. Dez 2017, 19:46

Alles sehr schade, ich hab mich seit 2012 gefragt warum diese marode Notbrücke in Pelm nicht durch eine andere Notbrücke aus dem Lager Karthaus ersetzt werden konnte ? Dort lagern Dutzende wenn nicht Hunderte von Brücken...

Die Eifelquerbahn verschwindet langsam aus dem Bewusstsein der Bürger so wie viele andere Nebenbahnen leider auch, das Zeitalter der Bahn ist vorbei, bleiben werden Hochgeschwindigkeit und S-Bahn Verkehr in den Ballungsräumen...

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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon jojo54 » Do 22. Nov 2018, 19:39

Es gibt wieder mal Informationen in einem zahlungspflichtigen Beitrag aus der Rhein-Zeitung vom 21.11.2018.

Man "träumt" von einem Freizeitweg.

https://www.rhein-zeitung.de/region/lok ... 99679.html

MfG
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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon Rolf » Do 22. Nov 2018, 21:36

Es steht nicht viel Neues in dem Artikel, außer vielleicht, dass das Thema Fahrradweg immer häufiger als Alternative zu einer Reaktivierung diskutiert wird. An eine Reaktivierung glaubt man auf Seiten der Kommunen kaum mehr, zumal die 15-prozentige Beteiligung der Anliegergemeinden an einer Wiederaufnahme des Betriebes bei geschätzten Kosten von 24 bzw. 40 Millionen zwingend wäre.

Schade, dass diese schöne Strecke, deren Bedeutung die VEB 2001 bis 2012 hinreichend nachgewiesen hat, kaum noch eine Chance hat. Ein Jammer!

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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon Westeifelbahner » Fr 23. Nov 2018, 23:03

Mich wundert die Formulierung "An die Reaktivierung glaubt man kaum mehr", die ja auch von der Rheinzeitung bereits in ähnlicher Weise verwendet wurde. Es ist Faktenlage, dass die Reaktivierung des SPNV an dem NKU-Ergebnis gescheitert ist: Keine Förderfähigkeit. Ebenso ist Faktenlage, dass die Kommunen nach einem Blick in ihre Kassen irgendwann doch mal Farbe bekannt haben, dass die Bedingungen der Förderrichtlinie des Landes nicht zu erfüllen sind.

Die Fragen sind doch vielmehr: Ist auch nur annähernd realistisch eine bislang nicht einmal stilllgelegte Bahnstrecke zu einem Radweg umbauen zu können, wozu eine Freistellung nach §23 AEG erforderlich wäre?
Und was kostet so ein "Spaß"? Angefangen vom Kaufpreis über die Baukosten bis hin zur Instandhaltung, wie auch im Artikel immerhin kurz angesprochen wird. Viele bestehende Radwege weisen längst Instandsetzungsbedarf auf!

Und mindestens genau so wichtig: Ist "Trassensicherung" eine Idee von vorgestern, weil heutzutage demontiert werden muss, was nicht morgen schon einen Nutzen bringt? Die Reaktivierung der Efq ist an politischen Vorgaben gescheitert, nicht an einem überzeugenden Nachweis fehlender Nachfrage.

Gruß Westeifelbahner

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Re: Eifelquerbahn

Beitragvon Rolf » Sa 24. Nov 2018, 01:38

Westeifelbahner hat geschrieben:... Die Reaktivierung der Efq ist an politischen Vorgaben gescheitert, nicht an einem überzeugenden Nachweis fehlender Nachfrage....

Dem kann ich nur beipflichten. Man könnte auch sagen, die Reaktivierung ist an der politischen Fehlsteuerung der Gelder gescheitert. Ich hoffe allerdings, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, denn der Beweis wurde ja von der VEB von 2001 bis 2012 erbracht, dass ein touristischer Betrieb möglich ist und dass er angenommen wird, und damit gibt es nach wie vor ein zusätzliches Argument, das eine Reaktivierung genau dieser Strecke besonders rechtfertigt. Bei dieser schönen, touristisch interessanten Bahnlinie wird sich kein Politiker blamieren, wenn er Geld für eine Reaktivierung locker macht. Das Ding würde laufen, davon bin ich überzeugt!


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