Prüm - Gerolstein

jojo54
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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon jojo54 » Di 13. Mär 2018, 18:25

Cachaito hat geschrieben:

Dann nehmen wir doch mal das BW Gerolstein: Vor Jahren mit kostbaren Steuergeldern renoviert hat Jörg P. aus Trotz über den geplanten Brückenabriss bei Lissingen nun sämtliche Veranstaltungen gecancelt. Armseelig, aber aussagekräftig! Dabei sind diese Events immens wichtig für die Region, die sich verzweifelt bemüht, den Tourismus zu fördern. Zum Glück beschäftigt sich bereits der Landesrechnungshof mit dieser Angelegenheit, die hoffentlich Konsequenzen für die Verantwortlichen haben wird.

Nehmen wir ferner die frisch restaurierte 52'er: Wo ist sie noch gleich? Im süddeutschen Raum, und vor März wird sie auch nicht in die Eifel zurückkehren. Hoffen wir, dass sie auch mal in der Eifel unterwegs sein wird...

Bitte, wenn Jörg P. es mit einer neuen Betriebsgenehmigung versuchen möchte, habe ich nichts dagegen, wenn daraus dann auch in absehbarer Zeit die Regeneration und der dauerhafte Erhalt und Betrieb der Westeifelbahn erwächst.

Es gibt aber lesenswertere Eifelmärchen, wie ich finde...

Grüsse
Rainer


Am 13.03.2018 war kurzzeitig ein Beitrag in der SWR.3-Landesschau RLP eingestellt, der sich aber nicht verlinken ließ. Dort war zu lesen, dass die ADD in Trier die Vergabe von Fördergeldern für das BW Gerolstein heftig kritisiert hat und es vermutlich zur Rückzahlungs-Forderungen im sechsstelligen Bereich kommen wird.

MfG
jojo54

Cachaito
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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Cachaito » Di 13. Mär 2018, 20:57

Hallo jojo54,

danke für die Info. Ich bin wahrscheinlich nächstes Wochenende in Müllenborn und erfahre vielleicht etwas mehr über die Sitzung der IG Westeifelbahn letzten Sonntag.

Tja, es ist jammerschade, dass die ganze Situation mittlerweile so eskaliert ist. Anders kann man das nicht mehr ausdrücken. Vor ein paar Wochen habe ich noch mit einer der "Beteiligten" in Prüm telefoniert, und ich konnte die ganze Wut und den Frust durch's Telefon spüren.

Ich lasse mich überraschen, wie das weiter geht. Es geht ja nicht nur um die Veranstaltungen im BW Gerolstein, sondern auch um die Führungen und Sonderfahrten usw. Noch Anfang Januar war ich dort, und konnte kurz mit einigen Beteiligten sprechen, da ging es allerdings um die 52'er. Die Rede war, dass im Laufe des Jahres Sonderfahrten und auch Führerstandsfahrten durchgeführt werden.

Wie gesagt... schauen wir mal. Alles wird gut.

Eifelgrüsse
Rainer

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Westeifelbahner » Mi 14. Mär 2018, 13:06

Sonderfahrten...wohin? Alle Gerolsteiner Nebenbahnen sind doch dicht :cry:
Man schaue sich die Fahrten an, die sich beim Eifelbahn e.V. finden: Mit den AKE-Schienenbussen nach Willingen oder rund um Köln.
Zudem stellt sich bei Dampflokfahrten nun mal die Frage nach den notwendigen Personenwagen?
Ohne Bahn, keine Bahn...

Und ich würde auch nicht unbedingt von "Eskalation" sprechen: Vor 10 Jahren entschieden sich die Kommunen der Westeifel gegen die Bahn - ohne Rechtskenntnis und voller Vertrauen darauf schon Recht zu bekommen. Dass das anders kam, müssen die Herren (Damen sind hier ja leider weiterhin nicht so viele vertreten) schon auf die eigene Mütze schreiben.

Dass die Reaktivierung dennoch scheiterte, ist auf deren Gegenseite allerdings zu beklagen.

Und nun? Man mag im Moment wütend sein, dass der Radweg immer noch zu verhindern versucht wird, aber darüber wird der nahende Brückenabriss sicher hinwegtrösten. Denn so schnell wird dann wohl niemand mehr eine Brücke schlagen können :wink:

Und ansonsten bleibt es für mich Unfug einen Zusammenhang zwischen einer Eisenbahnbrücke bei Lissingen für Zugverkehre in Richtung Müllenborn und Auftritten von Brings&Co bei Pelm zu konstruieren.

Gruß Westeifelbahner

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Cachaito » Mi 14. Mär 2018, 13:59

Hallo Westeifelbahner,

da gibt es nichts zu konstruieren, da die Zusammenhänge des Brückenabrisses und der Einstellung der Veranstaltungen im BW Gerolstein längst überregional bekannt sind.

Die Kommunen haben allerdings vor zehn Jahren darauf vertraut, dass eine Umstrukturierung als Radweg wie auch anderswo in der Eifel bereits geschehen problemlos möglich ist. Da mag man sich jetzt darüber streiten, ob sie wissen mussten/konnten, dass ausgerechnet dieses Vorhaben auf diesem kleinen Teilstück topediert wird.

Was sich allerdings die Verfechter der Bahnreaktivierung auf die Mütze schreiben müssen: Sie haben lächelnd ihr Nutzungsrecht eingestrichen, und dann..... nichts mehr getan. Nicht ein Cent Pacht, die vereinbart war, ist geflossen. Wie würde ich das finden? Ich bin der Eigentümer von Grundbesitz, habe aber keine Rechte, dort irgend etwas zu unternehmen oder zu bauen, weil jemand anderer das Nutzungsrecht geniesst. Und der Boden liegt brach, und nichts tut sich.

Und seit wann setzen Sonderfahrten Nebenbahnstrecken voraus? Die Haupt-Eifelstrecke ist bei entsprechender Planung genau so nutzbar. Jedenfalls zum nahen Dampfspektakel 2018 wird die Strecke Gerolstein - Trier auch intensiv mit Sonderfahrten genutzt. Interessant hier ist allerdings, dass die 52 6106 nicht mit dabei ist.

Dass der VT795-Verkehr nicht nur nach Willingen oder rund um Köln geht, kann man übrigens auch einfach auf der AKE-hp nachschlagen. Und da Herr Jörg P. dort auf einen umfangreichen Wagenpark zurückgreifen kann, ist auch offensichtlich. Letztendlich können auch Wagen ausgeliehen werden, bleistiftsweise wieder aus Losheim. Umgekehrt verleiht er die Eifeler 52 ja auch.

Grüsse
Rainer

Rolf
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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Rolf » Mi 14. Mär 2018, 17:47

Cachaito hat geschrieben:...Was sich allerdings die Verfechter der Bahnreaktivierung auf die Mütze schreiben müssen: Sie haben lächelnd ihr Nutzungsrecht eingestrichen, und dann..... nichts mehr getan. Nicht ein Cent Pacht, die vereinbart war, ist geflossen. Wie würde ich das finden? Ich bin der Eigentümer von Grundbesitz, habe aber keine Rechte, dort irgend etwas zu unternehmen oder zu bauen, weil jemand anderer das Nutzungsrecht geniesst. Und der Boden liegt brach, und nichts tut sich. ...

Stellt sich die Frage, welche Bedingungen die Kommunen dem Pächter gestellt haben. Ohne die geforderte Pachtsumme und die anderen Konditionen zu kennen, kann man wohl kaum beurteilen, wer für den langjährigen Stillstand die Schuld trägt. Ich weiß es nicht.

Was ich jedoch, und da teile ich die Ansicht von Rainer, sehr bedauere, ist die jahrelange gegenseitige Blockade, die die bessere touristische Erschließung der Eifel durch eine Verbindung Prüm-Gerolstein (Bahn, Radweg oder beides) verhindert hat. Von Seiten der Bahnbefürworter gab es allerdings frühzeitig einen Kompromissvorschlag, der, ohne dass ich ihn im Detail kenne, sicher die schnellste Lösung dargestellt hätte. Aber es waren die Kommunen, die auf's Ganze gegangen sind und den Kompromiss abgelehnt haben. Somit tragen für mich eindeutig die Kommunen die Verantwortung dafür, dass es immer noch keine touristische Verbindung zwischen den beiden Eifelstädten gibt, also weder einen (akzeptablen) Fahrradweg noch eine Bahnlinie (ich hätte gerne beides gesehen). Zum Schaden der touristischen Erschließung der Region. Die Kompromisslosigkeit der Kommunen hat eine Lösung um mindestens 10 Jahre zurück geworfen, wenn nicht noch mehr.

Wenn die Brücke weg ist, ist der Zug allerdings abgefahren. Kein kleines privates Eisenbahnunternehmen steckt 120.000 Euro oder mehr in den Wiederaufbau einer Brücke bzw. einer Strecke, die so schlechte Perspektiven hat. Einen fortgesetzten Widerstand gegen die Pläne der Kommunen aus "Frackigkeit" oder um "Rache" zu üben, halte ich daher nach einem Abriss für ziemlich kontraproduktiv. Die Schuldfrage in Sachen Stillstand würde sich ins Gegenteil verkehren; das sollten die Verantwortlichen bedenken.

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Cachaito » Mi 14. Mär 2018, 18:38

Hallo Rolf,

nach dem abschliessenden Urteil des OVG RP vom 18. Dezember 2013 sollte eine jährliche Pacht von 7.500 Euro fliessen.

Weiterhin ist der Urteilsbegründung zu entnehmen, dass eine Gesamtsumme von rund 1,1 Millionen für die Reaktivierung und 10jährige Nutzung zu veranschlagen sei; auf die wichtigsten Erstarbeiten entfielen davon ca. 330.000 Euro. Das Gericht folgte in erster Linie den vorliegenden Gutachten. Es wurde ferner auch geprüft, ob die Kläger in der Lage sind, diese Beträge aufzubringen. Dies wurde u.a. sogar belegt durch die Vorlage von Kreditzusagen.

Wenn ich jetzt die veranschlagten 120.000 Euro für eine neue Brücke dagegen halte, wäre dies also nicht wirklich ein Ausschlusskriterium!

Nun muss man sich fragen, warum denn in vier Jahren nichts passiert ist. :cry:

Von einem Kompromissvorschlag, den die Gemeinden abgelehnt haben, ist mir allerdings nichts bekannt. Wenn es so war, wäre es eine Schande, denn auch ich hätte mir nichts mehr gewünscht als den Dualbetrieb Eisenbahn/Fahrrad. Wie schon gesagt, ich hoffe, dass sich alle Beteiligten noch besinnen, denn alles andere schadet einfach nur der Region, die es verdient hat, touristisch wieder mehr belebt zu werden. Und hier kann ich allerdings die Gemeinden verstehen, wenn man bedenkt, dass allein der Kyllufer-Radweg von ungef. 500.000 Radfahren im Jahr genutzt wird. Dagegen ist eisenbahntechnisch einfach schwer anzukommen.

Grüsse
Rainer

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Lw » Mi 14. Mär 2018, 20:03

Aber ist der Kylltalradweg nicht grad ein positives Beispiel dafür, dass eine duale Lösung die ideale Lösung wäre? Wenn ich als Radler weiß, dass ich im Zweifel (Gewitter, Plattfuß, fehlende Unterkunft) noch gut wegkomme, lasse ich mich eher auf eine solche Strecke ein.

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Westeifelbahner » Mi 14. Mär 2018, 23:21

Cachaito hat geschrieben:da gibt es nichts zu konstruieren, da die Zusammenhänge des Brückenabrisses und der Einstellung der Veranstaltungen im BW Gerolstein längst überregional bekannt sind.

Nicht die Zusammenhänge, sondern die konstruierten Zusammenhänge.
Ein Zusammenhang wäre, wenn die Brücke benötigt würde, damit die Massen an Veranstaltungsbesuchern aus Müllenborn auch zur Veranstaltung kommen würden.
Stattdessen wurde ein Zusammenhang von einer Person behauptet - und das medial so aufbereitet, dass immer mehr Leute darauf aufgesprungen sind. Ich persönlich sehe da aber keinerlei Zusammenhang. Warum wer im Lokschuppen teure Veranstaltungen mit viel Aufwand auf eigene Rechnung organisiert oder nicht organisiert, mag von vielen Faktoren abhängig sein, aber nicht von der Brücke in Lissingen. Das ist und bleibt für mich Unfug - auch wenn, ja, ich weiß, anderes behauptet wird.

Cachaito hat geschrieben:Die Kommunen haben allerdings vor zehn Jahren darauf vertraut, dass eine Umstrukturierung als Radweg wie auch anderswo in der Eifel bereits geschehen problemlos möglich ist. Da mag man sich jetzt darüber streiten, ob sie wissen mussten/konnten, dass ausgerechnet dieses Vorhaben auf diesem kleinen Teilstück topediert wird.

Mit solchen Aussagen sollte man insofern vorsichtig sein, dass hiermit unterstellt wird, dass alles ganz schnell und problemlos gegangen wäre, wenn es keine Interessenten am Bahnbetrieb mehr gegeben hätte. Das ist aber nicht der Fall gewesen. Die Strecke war nun mal, im Gegensatz zu anderen Strecken, nicht nach §23 AEG freigestellt. Wer - was auch immer - kauft, muss sich damit beschäftigen, was er kauft - und wie der Preis zu Stande kommt. Gekauft wurde eine Eisenbahnstrecke, deshalb der gezahlte Preis. Es gibt durchaus auch Modelle, in denen Kommunen Radwegflächen kaufen - das lässt sich der Verkäufer dann aber auch gern zu anderen Grundstückspreisen bezahlen.

Cachaito hat geschrieben:Ich bin der Eigentümer von Grundbesitz, habe aber keine Rechte, dort irgend etwas zu unternehmen oder zu bauen, weil jemand anderer das Nutzungsrecht geniesst. Und der Boden liegt brach, und nichts tut sich.

Naja, wo ist das anders? Wenn ich eine Ackerfläche besitze, habe ich damit auch noch lange nicht das Recht damit zu unternehmen, was ich will, oder gar das dahin zu bauen, was ich gern hätte. Die Kommunen hätten sich nur an dem orientieren müssen, was für den einfachen Bürger auch gilt: Man muss schauen, was planungsrechtlich gegeben ist, ehe man zuschlägt.

Cachaito hat geschrieben:Und seit wann setzen Sonderfahrten Nebenbahnstrecken voraus? Die Haupt-Eifelstrecke ist bei entsprechender Planung genau so nutzbar. Jedenfalls zum nahen Dampfspektakel 2018 wird die Strecke Gerolstein - Trier auch intensiv mit Sonderfahrten genutzt. (...) Letztendlich können auch Wagen ausgeliehen werden, bleistiftsweise wieder aus Losheim

Klar. Sicher kann es auch zukünftig mal solche Fahrten ab Gerolstein geben. Es gibt ja auch Leute, die Spaß daran haben neben Valero über die Neubaubahnhöfe Oberbettingen und Lissingen zu dem zu fahren, was vom Bahnhof Jünkerath der Dampflokzeit übrig blieb.
Aber mit solchen Sonderfahrten auch nur die Kosten zu decken, ist nun mal nicht einfach - und erst recht nicht, wenn man dafür erst noch Wagen von sonstwo überführen muss.

Cachaito hat geschrieben:Dass der VT795-Verkehr nicht nur nach Willingen oder rund um Köln geht, kann man übrigens auch einfach auf der AKE-hp nachschlagen.

Du meinst VT98. Und warum jetzt die Homepage von AKE einfacher als vom Eifelbahn e.V. sein soll, weiß ich nicht. Mir ging es jedenfalls um den Eifelbahn e.V., einem ja nun eigenständigen Verein, der in all den Jahren unzählige Sonderfahrten über die Nebenbahnen der Eifel durchgeführt hat und hierfür einen VT95 betreibt.

Rolf
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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Rolf » Mi 14. Mär 2018, 23:39

Lw hat geschrieben:Aber ist der Kylltalradweg nicht grad ein positives Beispiel dafür, dass eine duale Lösung die ideale Lösung wäre? Wenn ich als Radler weiß, dass ich im Zweifel (Gewitter, Plattfuß, fehlende Unterkunft) noch gut wegkomme, lasse ich mich eher auf eine solche Strecke ein.

Das sehe ich genauso. Umso bedauerlicher, dass die Kommunen sich nicht auf den Kompromiss eingelassen haben. 10 Jahre verschenkt und nun die Holzhammerlösung. Ein Jammer!

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Cachaito » Do 15. Mär 2018, 08:32

Lw hat geschrieben:Aber ist der Kylltalradweg nicht grad ein positives Beispiel dafür, dass eine duale Lösung die ideale Lösung wäre? Wenn ich als Radler weiß, dass ich im Zweifel (Gewitter, Plattfuß, fehlende Unterkunft) noch gut wegkomme, lasse ich mich eher auf eine solche Strecke ein.


Kann man im ersten Moment auch denken.

Bei meinen Touren mit Rad bzw. Rad/Zelt durch die Eifel habe ich immer wieder feststellen können, dass die Radwege entlang der Eisenbahnstrecken wie bleistiftsweise an der Ahr oder der Kylluferradweg zwischen Gerolstein und Trier sehr gut genutzt werden. Attraktiv aus Sicht der Biker ist aber der regelmässige Planverkehr der Züge. Wenn du am Mittwochnachmittag eine grössere Panne hast und mit dem Rad nicht mehr weiter kommst, möchtest du ja nicht warten, bis dann Samstag der Schienenbus per Sonderfahrt vielleicht ein Plätzchen frei hat. :wink:

Warum aber ist das "dumme" 23KM-Stückchen zwischen Prüm und Gerolstein den Gemeinden so wichtig?
Das Radwegenetz in der Eifel ist mittlerweile sehr gut ausgebaut, beschildert und dementsprechend besucht. Es sind einerseits Tages- bzw. WE-Gäste, aber auch Langstreckenradler, die die Wege nutzen. Insbesondere trifft man immer wieder auf Nachbarn aus den Niederlanden, denn eine der attraktivsten Langstrecken beginnt in Roermond und führt via Eifel bis an die franz. Mittelmeerküste. Nur wenige nehmen die beschwerlichere Route über Prüm/Gerolstein/Kylluferradweg, sondern nehmen den Weg über Pronsfeld und Neuerburg. Hier versprechen sich die Gemeinden Prüm und Gerolstein natürlich einen grösseren Zulauf. Zudem wäre so eine fast "barrierefreie" mehrtägige Rundtour durch die Eifel möglich.

"Warum wer im Lokschuppen teure Veranstaltungen mit viel Aufwand auf eigene Rechnung organisiert..."
Entschuldigung, dass ich hier gerade lachen muss. Der Veranstalter ist ein (Bahn)Unternehmer, der wohl gerne darstellt, dass er dies quasi uneigennützig und unentgeltlich macht. Dazu spare ich mir jetzt aber mal weitere Kommentare. :roll:

Verwirrend sind überdies auch die mannigfachen Ideen betreffend der Einzelheiten über die Strecke. Mal wird von einer kompletten Reaktivierung mit Sonderfahrten und Güterverkehr gesprochen, dann wiederum soll nur der Schienenbus zwischen Gerolstein und Müllenborn verkehren. Auch über eine Nutzung dieses Teilstückes mit Draisinen konnte man bereits lesen. Wer Müllenborn kennt, kann sich den Attraktivitätsfaktor und damit verbundenen "Andrang" sehr gut selbst ausrechnen. :wink:

Grüsse
Rainer

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon jojo54 » Do 15. Mär 2018, 20:31

Zur Lokschuppen-Geschichte (BW) fand ich einen Beitrag in der Eifel-Zeitung.
Alles ganz schön heftig.

Hier der Link:

http://www.eifelzeitung.de/region/vulka ... ore-148125

MfG
jojo54

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Re: Prüm - Gerolstein

Beitragvon Cachaito » Fr 16. Mär 2018, 07:37

Westeifelbahner hat geschrieben:Und warum jetzt die Homepage von AKE einfacher als vom Eifelbahn e.V. sein soll, weiß ich nicht. Mir ging es jedenfalls um den Eifelbahn e.V., einem ja nun eigenständigen Verein, der in all den Jahren unzählige Sonderfahrten über die Nebenbahnen der Eifel durchgeführt hat und hierfür einen VT95 betreibt.


Hallo Westeifelbahner,

jetzt weiss ich, was du meinst. Schau' mal bitte hier: https://www.eifelbahn-gerolstein.de/termine-fahrten/alle-schienenbusfahrten-2018-auf-einen-blick/

Da gibt's ja schon einige Fahrten mehr, wie die Nationalpark Eifel oder die Ahr Touren.

Weisst du bzw. jemand anders hier, was mit den Schienenbusfahrten Gerolstein - Bitburg Erdorf samstags in den Sommermonaten ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich im letzten Jahr einen gesehen habe, obwohl ich regelmässig an der Kyll entlangfahre.

Übrigens ist das Einsatzprogramm 2018 der 52 6106 mittlerweile online: https://www.dampflok526106.de/einsatztermine/. Ergo wird man sie in der Eifel so gut wie gar nicht antreffen.

Traurige Grüsse
Rainer


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