Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Rolf
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Rolf » Mi 11. Okt 2017, 16:31

Poppenspäler hat geschrieben:
Rolf hat geschrieben:Ich möchte diejenige Familie sehen, die nicht mit dem Auto zum Centerpark in den Hunsrück fährt und stattdessen mit Gepäck und plärrenden Kindern die Bahn nimmt. Das war vielleicht vor 50 Jahren so, jetzt aber nicht mehr. Die Zeiten haben sich nun mal geändert...


Ein denkbar schlechtes Beispiel für Bahnnutzer. Kundengruppen für die Bahn, ganz allgemein, sind mit Sicherheit nicht die von dir genannten Familien mit schreienden Kindern.

Das ist ja nicht mein Argument, sondern das einiger derer, die sich für den Erhalt der Strecke einsetzen bzw. eingesetzt haben. Ich halte es auch für völlig unrealistisch. Die Familie fährt heute mit dem Van.

Poppenspäler hat geschrieben:[potentielle Nutzer] sind in unserer immer alter werdenden Gesellschaft vermutlich zu allererst die Gruppen von Rentnern, die jung gebliebenden Outdooraktivisten o.Ä.

Du scheinst lange nicht mehr Bahn gefahren zu sein. Gerade die Alten meiden die Bahn, weil sie Angst haben bei den Zuständen, die gerade auf wenig befahrenen Strecken bzw. in Zügen in den Randzeiten herrschen. Obwohl die Zahl der Senioren rasant steigt, fahren sie lieber mit dem PKW, so lange es noch geht und man sieht sie relativ selten in der Bahn.

Poppenspäler hat geschrieben:So! Kann man als selbsternannter "Bahnfreund" die Bahn auch kaputt reden.

Man kann sich die Lage auch schön reden und die Augen vor der Realität verschließen! Ich bedauere den beschlossenen Abriss auch, aber die politische Entscheidung im Saarland ist doch mehr als eindeutig.

Poppenspäler hat geschrieben:Wir reden hier immerhin von Strecken, die es in das 21. Jhd. geschafft haben.

Das haben die Dampfloks auch! Trotzdem sind sie keine Option mehr für modernen ÖPNV, auch wenn ich Dampfloks toll finde!

Poppenspäler hat geschrieben:Die Strecken, die ins Niemandsland geführt haben, sind vor Jahrzehnten beseitigt worden.

Die an der Strecke (oder vielmals nur in der Nähe der Strecke) liegenden Kommunen sind doch alle nur ein paar Tausend Einwohner stark. Ich würde es nicht "Niemandsland" nennen, aber in dieser Peripherie ist die Bahn als Massenverkehrsmittel im ÖPNV schlicht überdimensioniert und damit zu teuer, insbesondere dann, wenn man von den Kommunen 15% Zuschuss erwartet, gleichzeitig aber Straßen und Schulen erschreckend marode sind. Es reichen für den dünn besiedelten Hunsrück auch ein paar Busse, und die sind nun mal viel billiger. Und für den Güterverkehr braucht man die Bahn leider auch nicht mehr. Mora-C hat die ganze Infrastruktur zerstört und viele Lademöglichkeiten sind hier unwiederbringlich zerstört. Ich bedauere diese Fehlentwicklung auch sehr, aber das Rad (der Geschichte) lässt sich nicht zurück drehen. Mehdorn hat verbrannte Erde hinterlassen. Aus. Vorbei! Das einzige, was jetzt noch realistisch ist, ist, die letzten Güterverkehrsstellen vor der Schließung zu bewahren. An der Hunsrückbahn gibt es allerdings schon lange keine mehr, und dass jemals welche zurück kommen könnten, ist extrem unwahrscheinlich.

Poppenspäler hat geschrieben:Allein die Bezeichnung "Bimmelbahn" geht doch mit dem Denken einher, es handele sich um einen langsamen, konkurenzunfähigen sowie nicht zukunftsfähigen Verkehrsträger.

Für die Hunsrückquerbahn trifft das doch absolut zu! Was anderes ist es als eine "Bimmelbahn", wenn diese mit durchschnittlich 50 km/h (selten 60), oft weniger durch die Landschaft zockelt? Und das oft an den "Zentren" der kleinen Kommunen vorbei? Für modernen ÖPNV ist diese veraltete Infrastruktur gänzlich ungeeignet. Genau deswegen sehen die (leider sehr verstaubten) Pläne für eine Reaktivierung östlich Hahn eine Modernisierung, Beschleunigung und Angebotserweiterung vor. Nur so ist die Bahn in der Fläche zu retten und zu rechtfertigen, nämlich dann, wenn es genügend Nutzer gibt, um die Züge voll zu bekommen. Östlich Hahn sehe ich dafür noch eine Chance, wenn der Flughafen einigermaßen floriert. Westlich ist für mich der Zug abgefahren, und ich glaube, das ist eine realistische Einschätzung. Man muss auch wissen, wann man verloren hat.

Poppenspäler hat geschrieben:Grüße vom Rhein

Gruß zurück!

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Poppenspäler » Mi 11. Okt 2017, 22:09

Hallo Rolf,

danke für deine Antwort. Ich habe den Eindruck, dass es bei vielen der von dir beantworteten Streitpunkten ganz auf die Sichtweite und persönlichen Maßstäbe ankommt.

Rolf hat geschrieben:Du scheinst lange nicht mehr Bahn gefahren zu sein. Gerade die Alten meiden die Bahn, weil sie Angst haben bei den Zuständen, die gerade auf wenig befahrenen Strecken bzw. in Zügen in den Randzeiten herrschen. Obwohl die Zahl der Senioren rasant steigt, fahren sie lieber mit dem PKW, so lange es noch geht und man sieht sie relativ selten in der Bahn.


Eines vorweg, ich habe derzeit über 3000 Statuspunkte bei der DB, fahre aber auch viel Nahverkehr in Thüringen, sowie in den Semesterferien in NRW. Allerdings spielt das hier keine große Rolle, da wir offenkundig von zwei verschiedenen Dingen reden!
Du hast Recht, im ÖPNV sind Rentner sicher nicht allzu häufig zu sehen. Ich nehme alledings Bezug auf Touristikbahnen wie im Kasbachtal, Brohltalbahn o.Ä. Gerade bei letzerer machendie 60+ Reisende, die von Busunternehmen angefahren und abgeholt werde einen großen Teil von objektiv über 50% aus. Gerade hier bietet in meinen Augen die Strecke Hermeskeil-Bücherbeuren mit ihrer abseits von Straßen gelegen Trassierung großes Potenzial. Auch das oft genannte mögliche Konkurenzverhältnis diverser Touristikbahnen zueinnaner sehe ich hier nicht, da diese Klientel nicht wegen der Eisenbahn anreißt. Es konkurieren also nur alle örtlichen Anbieter von Touren miteinander, aber nicht die Bahnen an sich, da sie nicht als solche der Grund für die Mitfahrt sind.

Rolf hat geschrieben:Man kann sich die Lage auch schön reden und die Augen vor der Realität verschließen! Ich bedauere den beschlossenen Abriss auch, aber die politische Entscheidung im Saarland ist doch mehr als eindeutig.


Ich halte es lediglich für unangebracht einen Abgesang auf all diese Strecken zu halten, obwohl noch nichts endgültig beschlossen ist. Gerade bei der Hochwaldbahn erfährt das Bahnkonzept ja relativ viel (Presse-)Aufmerksamkeit. Diese wünschenswerte Tatsache sollte man stärken, das Konzept verbreiten und energisch dranbleiben die Presse und Politiker zu überzeugen.

Rolf hat geschrieben:Das haben die Dampfloks auch! Trotzdem sind sie keine Option mehr für modernen ÖPNV, auch wenn ich Dampfloks toll finde!


Der Vegleich hingt gewaltig und ist polemisch :wink:

Rolf hat geschrieben:Die an der Strecke (oder vielmals nur in der Nähe der Strecke) liegenden Kommunen sind doch alle nur ein paar Tausend Einwohner stark. Ich würde es nicht "Niemandsland" nennen, aber in dieser Peripherie ist die Bahn als Massenverkehrsmittel im ÖPNV schlicht überdimensioniert und damit zu teuer, insbesondere dann, wenn man von den Kommunen 15% Zuschuss erwartet, gleichzeitig aber Straßen und Schulen erschreckend marode sind. Es reichen für den dünn besiedelten Hunsrück auch ein paar Busse, und die sind nun mal viel billiger. Und für den Güterverkehr braucht man die Bahn leider auch nicht mehr. Mora-C hat die ganze Infrastruktur zerstört und viele Lademöglichkeiten sind hier unwiederbringlich zerstört. Ich bedauere diese Fehlentwicklung auch sehr, aber das Rad (der Geschichte) lässt sich nicht zurück drehen. Mehdorn hat verbrannte Erde hinterlassen. Aus. Vorbei! Das einzige, was jetzt noch realistisch ist, ist, die letzten Güterverkehrsstellen vor der Schließung zu bewahren. An der Hunsrückbahn gibt es allerdings schon lange keine mehr, und dass jemals welche zurück kommen könnten, ist extrem unwahrscheinlich.


Du bringst mir deine persönliche, vorgefertigte Bewertung zu stark in deine Argumentation ein. Wer sagt denn, dass ein "paar Tausend" wenig sind? In Thüringen haben wir selten Orte mit mehr als 1000 zwischen den großen Mittelzentren. Trotzdem ist eine Finanzierung im ÖPNV dieser Strecken offenbar angebracht. Aber nochmal! Das zählt hier ohnehin nicht. Im Brohltal könnten 500 Menschen Leben und die Züge wären gut besucht, da die Einwohner des Brohltals zumindest nicht häufiger mitfahren als Kölner, Bonner oder Resegruppen aus den Niederlanden. Im übrigen wünsche


Rolf hat geschrieben:Für die Hunsrückquerbahn trifft das doch absolut zu! Was anderes ist es als eine "Bimmelbahn", wenn diese mit durchschnittlich 50 km/h (selten 60), oft weniger durch die Landschaft zockelt? Und das oft an den "Zentren" der kleinen Kommunen vorbei? Für modernen ÖPNV ist diese veraltete Infrastruktur gänzlich ungeeignet. Genau deswegen sehen die (leider sehr verstaubten) Pläne für eine Reaktivierung östlich Hahn eine Modernisierung, Beschleunigung und Angebotserweiterung vor. Nur so ist die Bahn in der Fläche zu retten und zu rechtfertigen, nämlich dann, wenn es genügend Nutzer gibt, um die Züge voll zu bekommen. Östlich Hahn sehe ich dafür noch eine Chance, wenn der Flughafen einigermaßen floriert. Westlich ist für mich der Zug abgefahren, und ich glaube, das ist eine realistische Einschätzung. Man muss auch wissen, wann man verloren hat.


Wie gesagt, für den ÖPNV stimme ich deiner Einschätzung zu aber vorallem für den die Touristen und den Güterverkehr ist das absolut nachrangig. Und wenn es eines Tages doch wieder lohnenswert erscheinen sollte nach Hermeskeil ÖPNV zu schicken, dann kann man sicher fast jede Strecke auf den Stand der Zeit ertüchtigen. Bedenke bitte auch, dass ein Zug durch die allgemein geradlinigeren Strecken und die kontinuierlichere Fortbewegung mit geringeren Geschwindigkeiten oft weiter kommt als das Auto oder der Bus.

Es geht hier also um etwas völlig anderes, als das worauf du deine Argumentation ausrichtest. Grüße vom Rhein

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Rolf » Do 12. Okt 2017, 19:48

Poppenspäler hat geschrieben:Hallo Rolf,

danke für deine Antwort..

Danke für Deine Antwort!

Poppenspäler hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, dass es bei vielen der von dir beantworteten Streitpunkten ganz auf die Sichtweite und persönlichen Maßstäbe ankommt.

Zweifelsohne!

Poppenspäler hat geschrieben:...Du hast Recht, im ÖPNV sind Rentner sicher nicht allzu häufig zu sehen...

Eben. Und die jungen Leute fahren sowieso mit dem Auto. Es blieben eher die Randgruppen für den ÖPNV übrig, zumal die Fahrt zur Arbeit mit der Bahn viel zu lange dauern würde bei 50 oder 60 Km/h "Spitze".

Poppenspäler hat geschrieben:... Ich nehme alledings Bezug auf Touristikbahnen wie im Kasbachtal, Brohltalbahn o.Ä. Gerade bei letzerer machendie 60+ Reisende, die von Busunternehmen angefahren und abgeholt werde einen großen Teil von objektiv über 50% aus. Gerade hier bietet in meinen Augen die Strecke Hermeskeil-Bücherbeuren mit ihrer abseits von Straßen gelegen Trassierung großes Potenzial...

Im touristischen Betrieb dominieren in der Tat die Senioren. Eine Bahn für touristische Zwecke wäre daher realistischer, müsste aber (in RP) mit 15% von den Kommunen bezuschusst werden. Aber die Kommunen ächzen schon jetzt extrem unter den ihnen zugemuteten Lasten und schaffen es nicht mal, die Schlaglöcher in den Straßen zu flicken und die Schulen angemessen in Stand zu halten bzw. mit moderner Technik auszustatten. Was da abgeht, ist ein Trauerspiel. Eigentlich müssten die Eltern auf die Barrikaden gehen, aber die Missstände verschweigen die Schulleitungen, weil ihnen andernfalls die "Kunden" verloren gehen. Und dann soll eine Kommune noch 15% einer nur touristisch genutzten Bahn-Strecke finanzieren?

Poppenspäler hat geschrieben:... Auch das oft genannte mögliche Konkurenzverhältnis diverser Touristikbahnen zueinnaner sehe ich hier nicht, da diese Klientel nicht wegen der Eisenbahn anreißt. Es konkurieren also nur alle örtlichen Anbieter von Touren miteinander, aber nicht die Bahnen an sich, da sie nicht als solche der Grund für die Mitfahrt sind.

Das sehe ich aber ganz anders. Zur Brohltalbahn reisen die Gruppen sogar aus dem fernen Ausland an. Je mehr Touristik-Bahnen existieren, desto mehr jagen sie sich gegenseitig die Kundschaft ab, wenn auch nicht im Verhältnis 1:1, aber doch merklich. Zu viele Touristikbahnen schaden sich gegenseitig. Deswegen sollten es aus meiner Sicht nicht zu viele sein.

Poppenspäler hat geschrieben:...Ich halte es lediglich für unangebracht einen Abgesang auf all diese Strecken zu halten, obwohl noch nichts endgültig beschlossen ist. ...

Endgültig nicht, aber in meinen Augen so gut wie; die Haltung der Saarländer ist doch betonhart und es kann doch keinen Zweifel mehr geben, dass hier alles verloren ist. Eine amputierte Strecke ab Türkismühle nützt doch nichts mehr. Westlich Hahn sehe ich keine Chance mehr für die Strecke. Leider, wohlgemerkt.

Poppenspäler hat geschrieben:...Gerade bei der Hochwaldbahn erfährt das Bahnkonzept ja relativ viel (Presse-)Aufmerksamkeit. Diese wünschenswerte Tatsache sollte man stärken, das Konzept verbreiten und energisch dranbleiben die Presse und Politiker zu überzeugen.

Im Prinzip richtig, aber hier im konkreten Fall ist der Zug aus meiner Sicht abgefahren; gerade die letzten Verlautbarungen lassen keinen Zweifel mehr zu. Ich bedauere dies ausdrücklich, aber ich sehe es als Realität, der man ins Auge schauen muss. Ich würde mich auf den Erhalt der Strecke östlich Hahn konzentrieren. Hier sehe ich größeren Bedarf und noch eine Chance.

Poppenspäler hat geschrieben:...Du bringst mir deine persönliche, vorgefertigte Bewertung zu stark in deine Argumentation ein. ...

Ja, aber nicht nur ich!

Poppenspäler hat geschrieben:... Wer sagt denn, dass ein "paar Tausend" wenig sind? In Thüringen haben wir selten Orte mit mehr als 1000 zwischen den großen Mittelzentren. Trotzdem ist eine Finanzierung im ÖPNV dieser Strecken offenbar angebracht.

Welche Mittelzentren (per definitionem 35.000 Einwohner) verbindet denn die Hunsrückbahn? Keine. Hätten Hermeskeil und Türkismühle 50.000 Einwohner, sähe das in der Tat anders aus und dann könnten die Züge zwischen den Mittelzentren auch in kleineren Orten am Rande der Strecke halten. Das macht ja auch Sinn. Nicht aber, wenn es NUR kleinere Orte an der Strecke gibt. Wie im Hunsrück. Denn selbst die "größeren" Orte an der Strecke (Hermeskeil etc.) haben nur ein paar Tausend Einwohner und damit viel zu wenig für sinnvollen ÖPNV. Deine Aussage bestärkt somit meine Einschätzung.

Poppenspäler hat geschrieben:...Im Brohltal könnten 500 Menschen Leben und die Züge wären gut besucht, da die Einwohner des Brohltals zumindest nicht häufiger mitfahren als Kölner, Bonner oder Resegruppen aus den Niederlanden.

Die Brohltalbahn ist auch was ganz Besonderes mit vielen einzigartigen Alleinstellungsmerkmalen. Das haben andere Bahnen nicht zu bieten.

Poppenspäler hat geschrieben:...Wie gesagt, für den ÖPNV stimme ich deiner Einschätzung zu aber vorallem für den die Touristen und den Güterverkehr ist das absolut nachrangig.

Okay, aber Güterverkehr gibt's nicht, und er kommt auch nicht zurück. ÖPNV taugt nicht, bleibt nur touristischer Betrieb. Was dazu zu sagen ist, steht oben!

Poppenspäler hat geschrieben:... Und wenn es eines Tages doch wieder lohnenswert erscheinen sollte nach Hermeskeil ÖPNV zu schicken, dann kann man sicher fast jede Strecke auf den Stand der Zeit ertüchtigen.

Sollte jemals wieder leistungsfähiger ÖPNV auf der Strecke betrieben werden, müsste die Strecke neu gebaut werden. Dafür wäre der Fahrradweg dann heranzuziehen. Aber bei DER (schlängelnden) Trassenführung würde man eher neu trassieren (müssen). Aber ich glaube nicht (mehr) daran, dass das jemals der Fall sein könnte. Da Auto wird gerade neu erfunden (Elektro, ferngesteuert), so dass ich dessen fortdauernde Existenz erwarte. Es wird der Deutschen liebstes Kind bleiben.

Poppenspäler hat geschrieben:... Bedenke bitte auch, dass ein Zug durch die allgemein geradlinigeren Strecken und die kontinuierlichere Fortbewegung mit geringeren Geschwindigkeiten oft weiter kommt als das Auto oder der Bus.

Die Hunsrückquerbahn ist aber alles andere als gradlinig. Und wie weit man zukünftig mit dem (Elektro-)Auto kommt, bleibt abzuwarten. Ich rechne mit fortlaufenden Verbesserungen des Elektroantriebs und eines Tages wird er dominieren!

Poppenspäler hat geschrieben:... Es geht hier also um etwas völlig anderes, als das worauf du deine Argumentation ausrichtest...

???

Poppenspäler hat geschrieben:... Grüße vom Rhein

Auch viele Grüße vom Rhein!

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Do 12. Okt 2017, 23:15

Die Diskussion geht teilweise völlig an den Realitäten vorbei. Klar - ich würde mir einen 1/2-Stundentakt mit einem modernen VT auf der Strecke wünschen. Aber: Auch aus meinen Steuergeldern müsste dieser bezahlt werden. Daher möchte ich auch, dass die Maßnahmen volkswirtschaftlich sinnvoll sind. Und da gibt es gleich 3 Gutachten, die über einen Zeitraum von rund 15 Jahren erstellt wurden und zumindest eines unter einer sehr SPNV-freundlichen Maßgabe stand. Alle drei kommen zu einem eindeutigen Ergebnis - Kosten-Nutzen-Faktor für den SPNV zu schlecht. Ein Gutachten aus 2002 empfiehlt ausdrücklich Touristikverkehr, aber das war in der Zeit, bevor RL-P vom Vorreiter in Sachen Eisenbahn zum bahnfeindlichsten Flächenland wurde.

Für SPNV gibt es auf der Gesamtstrecke keinerlei Bedarf. Er wäre schlicht zu teuer. Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. 3 Gutachten analysieren die Verkehrsströme. Diese laufen quer zur Bahntrasse und nicht parallel. Wenn man Büchenbeuren - Türkismühle betrachtet, dann verläuft die Strecke außer in Nonnweiler und Sötern durch keinen Ort. Einige Ortschaften werden am Rande tangiert, teilweise mit topographisch erheblichen Unterschieden (z.B. Hochscheid, Morbach, Deuselbach, Thalfang, Hermeskeil), andere Orte sind gar ganz abgelegen von der Stecke, z.B. Hinzert-Pölert oder Eckelhausen. Das macht alles keinen Sinn mehr und dafür wird man keine politischen Mehrheiten erhalten.
Aus diesem Grunde (ja, ich wiederhole mich) ist die ständige Diskussion darüber und das wiederholte Insistieren bereits schädlich, weil es den mitlesenden politisch Verantwortlichen das Gefühl vermittelt, dass Bahnfreunde nur, jetzt ausdrücklich nicht böse gemeint, "verträumte Verrückte" sind.

Eine Touri-Bahn macht Sinn, aber SAL hat dafür kein Geld. Ohne Zuschüsse geht das nicht. Die Strecke ist auch zu marode. Vor 20 Jahren, im Sommer 1997 haben wir in einem kleinen Gipfeltreffen der Regionalpolitik bereits den Nutzen dargelegt. Alles stieß auf großes Interesse, solange es nix gekostet hat. 1999 haben wir mit enormem Aufwand und rund 10.000 DM Zuschuss seitens der Gemeinden und des LK WND ein 2-tägigies Nahverkehrswochenende auf die Beine gestellt. Interesse auch da sehr groß - aber auch verpufft.

Man kann hoffen, dass in der Gesamtstrecke wenigstens Teile erhalten bleiben, die an die Eisenbahn im Hochwald und Hunsrück erinnern. Durch die Haltung in Saarbrücken und in St. Wendel sehe ich da im Saarland recht dunkel, ehrlich gesagt schon schwarz. Der Radweg wird komplett aus Leader oder anderen EU-Töpfen bezahlt. Die Bahn halt nicht. Mit dem Wegfall des saarländischen Teils wird auch Landesgrenze - Thalfang aus meiner Sicht weniger interessant. Thalfang - Morbach hat wenigstens ein bisschen was zu bieten und zumindest liegt es im Herzen des Nationalparks. Bis Hinzerath würde es auch noch Sinn machen wegen dem Ferienlager in Bischofsdhron, der Burgruine Baldenau und dem Belginum, sowie einer interessanten Traumschleife (Land-Zeit-Tour) des SHS.

Aber schaut man in die Eifel oder den Westerwald, dann sieht es ja in RL-P sehr trübe aus. Diese 15% Eigenanteil der Kommunen sind ein perfide und perfekt geplanter Schutzschirm der Landesregierung vor den Begehrlichkeiten aus den ländlichen Regionen. Da trauen sich die Orts- und VG-Bürgermeister nicht ran und somit verläuft das Engagement im Sande.
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Poppenspäler » Sa 14. Okt 2017, 17:19

Danke Bernd insbesondere für deine Einschätzung! Deine Kenntnisse zu den Details über die Geschichte der politischen Diskussion rund um die Strecken sind immer wieder lesenswert. Die Gründe die gegen einen ÖPNV sprechen sind zweifelsohne da und lassen sich auch nicht schön oder wegreden. Leider!
Die Umstände die gegen eine Touristikbahn sprechen, sind allerdings rein politischer Natur und deshalb gilt es gerade hier anzusetzen und nicht klein beizugeben. Da ist es nur gut, wenn mitlesende politische Verantwortliche die Möglichkeiten hier präsentiert bekommen.
Nochmal : Ausdrücklich nicht bezogen auf eine Reaktivierung im ÖPNV.

Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:... Es geht hier also um etwas völlig anderes, als das worauf du deine Argumentation ausrichtest...

???


Meint, dass du immer gegen einen ÖPNV argumentierst, den ich zumindest hier gar nicht zur Debatte stellen möchte!

Rolf hat geschrieben:Eben. Und die jungen Leute fahren sowieso mit dem Auto. Es blieben eher die Randgruppen für den ÖPNV übrig, zumal die Fahrt zur Arbeit mit der Bahn viel zu lange dauern würde bei 50 oder 60 Km/h "Spitze".


Woher nimmst du denn das Wissen, dass junge Leute sowieso mit dem Auto fahren würden? Als Teil dieser Gesellschaftsgruppe, sehe ich das in der Praxis derzeit ganz anders. Immer mehr junge Menschen nutzen, gerade in den Städten den modernen ÖPNV und verzichten oft lange auf Führerschein und das erste eigene Auto. Für den besprochenen Streckenteil ist das allerdings ohnehin belanglos, da eben von niemanden eine Reaktivierung im ÖPNV bestrebt wird!


Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:... Ich nehme alledings Bezug auf Touristikbahnen wie im Kasbachtal, Brohltalbahn o.Ä. Gerade bei letzerer machendie 60+ Reisende, die von Busunternehmen angefahren und abgeholt werde einen großen Teil von objektiv über 50% aus. Gerade hier bietet in meinen Augen die Strecke Hermeskeil-Bücherbeuren mit ihrer abseits von Straßen gelegen Trassierung großes Potenzial...

Im touristischen Betrieb dominieren in der Tat die Senioren. Eine Bahn für touristische Zwecke wäre daher realistischer, müsste aber (in RP) mit 15% von den Kommunen bezuschusst werden. Aber die Kommunen ächzen schon jetzt extrem unter den ihnen zugemuteten Lasten und schaffen es nicht mal, die Schlaglöcher in den Straßen zu flicken und die Schulen angemessen in Stand zu halten bzw. mit moderner Technik auszustatten. Was da abgeht, ist ein Trauerspiel. Eigentlich müssten die Eltern auf die Barrikaden gehen, aber die Missstände verschweigen die Schulleitungen, weil ihnen andernfalls die "Kunden" verloren gehen. Und dann soll eine Kommune noch 15% einer nur touristisch genutzten Bahn-Strecke finanzieren?


Die 15% kommunale Finanzierung sind mir bekannt. Bis auf das Brohltal wird durch diese Taktik wohl keine Region Fördergelder zu sehen bekommen. Allerdings ist kein Fördertopf und kein Gesetz in Stein gemeißelt, daher lässt sich hier nur für Besseres streiten.

Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:... Auch das oft genannte mögliche Konkurenzverhältnis diverser Touristikbahnen zueinnaner sehe ich hier nicht, da diese Klientel nicht wegen der Eisenbahn anreißt. Es konkurieren also nur alle örtlichen Anbieter von Touren miteinander, aber nicht die Bahnen an sich, da sie nicht als solche der Grund für die Mitfahrt sind.

Das sehe ich aber ganz anders. Zur Brohltalbahn reisen die Gruppen sogar aus dem fernen Ausland an. Je mehr Touristik-Bahnen existieren, desto mehr jagen sie sich gegenseitig die Kundschaft ab, wenn auch nicht im Verhältnis 1:1, aber doch merklich. Zu viele Touristikbahnen schaden sich gegenseitig. Deswegen sollten es aus meiner Sicht nicht zu viele sein.


Das sehe ich wie erläutert anders, da er überwiegende Teil der Gruppenreisen nicht aufgrund des Beförderungsmittels mitfahren und keine Eisenbahnfans sind. Auch Dampfbetrieb halte ich auf solchen Bahnen für zwar schönen, aber nicht nötigen Luxus.

Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:...Ich halte es lediglich für unangebracht einen Abgesang auf all diese Strecken zu halten, obwohl noch nichts endgültig beschlossen ist. ...

Endgültig nicht, aber in meinen Augen so gut wie; die Haltung der Saarländer ist doch betonhart und es kann doch keinen Zweifel mehr geben, dass hier alles verloren ist. Eine amputierte Strecke ab Türkismühle nützt doch nichts mehr. Westlich Hahn sehe ich keine Chance mehr für die Strecke. Leider, wohlgemerkt.


Ich bin da optimistischer. Jeder kann sich hier ein eigenes Bild machen, ich lasse dir gerne deines.

Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:... Wer sagt denn, dass ein "paar Tausend" wenig sind? In Thüringen haben wir selten Orte mit mehr als 1000 zwischen den großen Mittelzentren. Trotzdem ist eine Finanzierung im ÖPNV dieser Strecken offenbar angebracht.

Welche Mittelzentren (per definitionem 35.000 Einwohner) verbindet denn die Hunsrückbahn? Keine. Hätten Hermeskeil und Türkismühle 50.000 Einwohner, sähe das in der Tat anders aus und dann könnten die Züge zwischen den Mittelzentren auch in kleineren Orten am Rande der Strecke halten. Das macht ja auch Sinn. Nicht aber, wenn es NUR kleinere Orte an der Strecke gibt. Wie im Hunsrück. Denn selbst die "größeren" Orte an der Strecke (Hermeskeil etc.) haben nur ein paar Tausend Einwohner und damit viel zu wenig für sinnvollen ÖPNV. Deine Aussage bestärkt somit meine Einschätzung.


Mittelzentrum war demnach das falsche Stichwort. Ich fordere keinen ÖPNV, der Vergleich sollte lediglich die Frage aufwerfen, ob Strecken die woanders mit ähnlicher Bevölkerungsdichte noch täglich bedient werden, bei uns noch nicht einmal erhaltenswert sein können.

Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:...Im Brohltal könnten 500 Menschen Leben und die Züge wären gut besucht, da die Einwohner des Brohltals zumindest nicht häufiger mitfahren als Kölner, Bonner oder Resegruppen aus den Niederlanden.

Die Brohltalbahn ist auch was ganz Besonderes mit vielen einzigartigen Alleinstellungsmerkmalen. Das haben andere Bahnen nicht zu bieten.


Könntest du das erläutern? Ich kenne die Menschen die durchs Brohltal fahren und weshalb diese das tun. Die meisten kommen wegen der Region und die Bahn dient nur als Abwechslung und Zubringer. Auf Bahnfesten wie im August ist das selbstverständlich ganz anders. Da dominieren die Eisenbahnliebhaber und Familien, die sonst nur den kleineren Teil der Beförderten ausmachen.

Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:...Wie gesagt, für den ÖPNV stimme ich deiner Einschätzung zu aber vorallem für den die Touristen und den Güterverkehr ist das absolut nachrangig.

Okay, aber Güterverkehr gibt's nicht, und er kommt auch nicht zurück. ÖPNV taugt nicht, bleibt nur touristischer Betrieb. Was dazu zu sagen ist, steht oben!


Ob der Güterverkehr in der Fläche ganz allgemein zurückkommt, möchte ich in der Zukunft selber sehen und schätze, dass das heute kaum abzusehen ist. Ich kann zumindest nicht in die Zukunft schauen und bin mir auch bei den anderen Forumsteilnehmern nicht sicher.

Rolf hat geschrieben:
Poppenspäler hat geschrieben:... Grüße vom Rhein

Auch viele Grüße vom Rhein!


Und nochmals, beste Grüße zurück
Zuletzt geändert von Poppenspäler am Sa 14. Okt 2017, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon reinout » Sa 14. Okt 2017, 19:38

Eine Erläuterungsfrage:

Die 15% kommunale Finanzierung


Ist diese 15% Reglung etwas spezielles für Rheinland-Pfalz? Oder gibt es ähnliches in andere Bundesländer?

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Poppenspäler » Sa 14. Okt 2017, 19:58

Genau, das Land RLP fördert den Erhalt von regionalen Bahnstrecken ohne ÖPNV mit 85%. Problematisch ist hierbei, dass die oftmals verschuldeten Kommunen 15% selber tragen müssen. Ob es ähnliche Regelungen auch in anderen Bundesländern gibt, weiß ich leider nicht!

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon jojo54 » Mi 18. Okt 2017, 15:13

Poppenspäler hat geschrieben:Genau, das Land RLP fördert den Erhalt von regionalen Bahnstrecken ohne ÖPNV mit 85%. Problematisch ist hierbei, dass die oftmals verschuldeten Kommunen 15% selber tragen müssen. Ob es ähnliche Regelungen auch in anderen Bundesländern gibt, weiß ich leider nicht!


Ferner muss die Strecke durch Ankauf im Besitz der entsprechenden Kommune sein oder von dieser langfristig angepachtet werden.

Außerdem sind Gutachten vorzulegen, die eine Förderwürdigkeit, z. B. für touristische Zwecke, bescheinigen.

Nach mir vorliegenden Informationen ist das im Hunsrück, im Hochwald, bei der Eifelquerbahn und der Westeifelbahn im Moment nicht der Fall.

Privatunternehmen oder Privatpersonen haben kein Anspruch auf Förderung.

So hat die Gemeinde Morbach (Hunsrück) in den Haushaltsplanungen für das kommende Jahr nicht einen Euro für "ihre" Bahnstrecke eingestellt. In dem Moment, wo die Gemeinden und Landkreise zahlen sollen, ist in der Regel mit der Bahnstrecke vor Haustür "Feierabend".

Nachdenklich

jojo54

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Pablo » Mi 18. Okt 2017, 17:26

Herzliche Einladung zum Bahnhofsfest nach Thalfang

Am kommenden Sonntag gibt es neben Infoständen, einer Modelleisenbahn, der Hüpfburg für die Kleinen auch geführte Begehungen der Strecke nach Dhronecken.
Wir freuen uns auf viele Besucher und interessante Gespräche.

Weitere Infos:
http://ig-nationalparkbahn.chayns.net/t ... tegoryId=0
IG Nationalparkbahn Hunsrück-Hochwald

www.ig-nationalparkbahn.de

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Re: Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

Beitragvon Rolf » Mi 18. Okt 2017, 18:45

Poppenspäler hat geschrieben:...Ich bin da optimistischer. Jeder kann sich hier ein eigenes Bild machen, ich lasse dir gerne deines....

Dito. Es ist ja auch schon alles durchgekaut und muss deswegen nicht (ständig) wiederholt werden. Abschließend möchte ich dazu noch festhalten, dass ich mich vollumfänglich in der Einschätzung von B. Heinrichsmeyer wiederfinde. Sein Wort hat für mich besonderes Gewicht, denn schließlich hat er sich wie kaum ein anderer für den Erhalt der Strecke engagiert und kennt sich bestens mit der Materie aus.


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