Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkbahn

Strecke Emmelshausen - Boppard und das Hunsrückbahnmuseum.
eta176
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Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkbahn

Beitragvon eta176 » Di 28. Jul 2015, 22:17

Auf der ersten Regionalseite der "Rhein-Hunsrück-Z." titelt der örtliche Redaktionsleiter
am Dienstag, 28. Juli 2015:

Gespräche über Radweg nach Hermeskeil
Kreistag - Alte Bahntrasse von Büchenbeuren nach Westen soll fürs Radeln genutzt werden

Der "Satz des Tages":
„Es kann doch nicht sein, dass einige Leute mit öffentlichen Mitteln ihr Hobby finanziert bekommen.“
Hans Dunger zu den Plänen, die ehemalige Bahnverbindung zu reaktivieren und als Zubringer für den
Nationalpark anzubieten.
{Die Trasse aus Steuergeldern für das Hobby des Herrn Dunger umzubauen. Was ist da denn anders?}

Das Ganze kommentiert der Herr Redaktionsleiter dann natürlich auch noch passend:
"Hans Dungers Vorschlag ist praktikabel"

Der mit Mehrheit anlässlich der Sitzung am 20.07. angenommene Antrag findet sich dort:
Radweg auf der Eisenbahntrasse Büchenbeuren - Hermeskeil - Türkismühle
Nummer: 2015/082
Betreff: Antrag der Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 26.06.2015:

Leider kein Direktlink, sondern über den Sitzungkalender für Juli > 5. Kreistagssitzung am Mo. 20.07. > TOP 12
https://rheinhunsrueck.more-rubin1.de/s ... lender.php

Für weitere Infos und Unterlagen (pdf) bitte per PN oder eMail melden!

jojo54
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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon jojo54 » Mi 29. Jul 2015, 00:51

Im Trierischen Volksfreund, Teilausgabe Hochwald, steht hierzu ein größerer Beitrag.
Hier der Link:

http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 04,4278003



MfG
jojo54

eta176
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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon eta176 » Mi 29. Jul 2015, 08:09

Hallo jojo54,

Danke für den Link. Sehr erstaunt bin ich, dass es inhaltlich derselbe Artikel ist und der Autor
Thomas Torkler - als Redaktionsleiter der Rhein-Hunsrück-Zeitung in Simmern - auch für die
Hochwald-Zeitung schreibt. Ist der Volksfreund denn inzwischen auch Teil der Rhein-Zeitung ?!?

Da sehe ich für die Veröffentlichung anderer Meinungen im Hunsrück aber mehr als schwarz ...

Gruß HaPe

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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Knipser1 » Mi 29. Jul 2015, 08:30

Man fasst es echt nicht, die Fraktion der GRÜNEN!!! befürwortet massiv die Stillegeung einer Bahnstrecke?
Man glaubt echt, man ist im falschem Film. Was ist nur aus dieser Partei geworden? *kopfschüttel*

Und was die Rheinzeitung anbelangt - wenn überhaupt journalistisch gleichgeschalteter Einheitsbrei, häufig gegen die Bahn gerichtet (siehe Bahnlärm Rheintal), man plappert hat die Meinung von denen nach die am Lautesten schreien und meint damit sich dann damit entsprechende Leserschichten sichern zu können. Kritischer Journalismus schaut anders aus, kann man aber von einem solchen Lokalblatt auch kaum erwarten dass man da über den Tellerrand schaut.

Gruß

Guido
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Horst Heinrich
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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Horst Heinrich » Mi 29. Jul 2015, 09:51

eta176 hat geschrieben:Hallo jojo54,

Danke für den Link. Sehr erstaunt bin ich, dass es inhaltlich derselbe Artikel ist und der Autor
Thomas Torkler - als Redaktionsleiter der Rhein-Hunsrück-Zeitung in Simmern - auch für die
Hochwald-Zeitung schreibt. Ist der Volksfreund denn inzwischen auch Teil der Rhein-Zeitung ?!?

Da sehe ich für die Veröffentlichung anderer Meinungen im Hunsrück aber mehr als schwarz ...

Gruß HaPe


Hochwald-Zeitung (Trierischer Volksfreund) und Rhein-Zeitung kooperieren über die Rheinische Post Media-Gruppe inzwischen sehr stark miteinander.
Die meisten Redakteure von Volksfreund und Rhein-Zeitung sind inzwischen auch bei der ausgelagerten RP-Media GmbH angestellt.
Zudem ist Thomas Torkler ein Duzfreund und Intimus von Hans Dunger, dieser geht übrigens nächstes Jahr in Pension und hat dann noch mehr Zeit für den Feldzug des Rades gegen den Rest der Verkehrsmittel.
Beide wohnen in Kirchberg, Torkler unweit der Bahnstrecke.

Die Kreistagsmeinung gibt nun einmal die Mehrheitsmeinung der Region wieder, Wolfgang Wagner deutet es an:
Die Hunsrücker werden in Sachen Bahn seit 20 Jahren vertröstet und ein Stück weit auch verar....
Nicht eine einzige Partei trifft hier belastbare Aussagen.

Das Vorurteil, hier wollten sich einige mit der Bahn ihr Hobby finanzieren lassen, hält sich seit Jahren und ist -für den Normalbürger- auch nachvollziehbar, wenn man die diversen unrealistischen Hirngespinste einmal betrachtet, die hier schon kolportiert wurden und noch werden und selbst in Fachkreisen nur für Kopfschütteln sorgen.

Dabei führen Erhards Ansätze, die einzig konsequent und realistisch sind, ein Schattendasein neben den vielen teils schon kindischen Phantastereien.
Diese Ansätze wären - falls ich sie richtig verstanden habe:

- Sicherung der gesamten Trasse und des Schienenweges als wichtige Infrastruktureinrichtung des ländlichen Raumes nicht zuletzt vor dem demographischen Hintergrund sowie der Anbindung des Hunsrück-/Hochwaldraumes an Metropolregionen wie Rhein-Main und Mosel-Saar

- Nach dem Bau der ÖPNV-Strecke Langenlonsheim - Flughafen Hahn Reaktivierung des Abschnittes Türkismühle-Büchenbeuren vorrangig zur ökologisch stimmigen Anbindung des Nationalparks.

-Schrittweise Ertüchtigung de Abschnittes Büchenbeuren-Türkismühle für ÖPNV wenn sich eine entsprechende Nachfrage abzeichnet.

Mit diesen Vorschlägen müßte auch die politischen Entscheidungsträger konsequent versorgt werden.
Ich hingegen erlebe "draußen" etwas anderes:
Mandatsträger aller Couleur sind über die soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung der Strecke nicht annähernd informiert, alles wird als ein rostiger Haufen altes Gerümpel wahrgenommen.

Da erhält natürlich die Radwegidee Auftrieb, denn auch wenn beispielsweise zwischen Simmern und Emmelshausen längst nicht die prognostizierten Menschenmassen unterwegs sind und vor allem die positiven Effekte für die anliegenden Kommunen ausgeblieben sind, was auch der neue Landrat Marlon Bröhr wissen müßte, denn er stammt aus Kastellaun, wenigstens sieht man hin und wieder einmal Radler und die Asphaltpiste macht einen gepflegten Eindruck.

Das ist für den Durchschnittshunsrücker, der auf Ordnung und Sauberkeit hält, oft schon entscheidend.

Knipser1 hat geschrieben:Man fasst es echt nicht, die Fraktion der GRÜNEN!!! befürwortet massiv die Stillegeung einer Bahnstrecke?
Man glaubt echt, man ist im falschem Film. Was ist nur aus dieser Partei geworden? *kopfschüttel*


Die Grünen haben genau den Weg eingeschlagen, den ich ihnen schon vor 25 Jahren prognostiziert habe:
In BMW, Audi und Mercedes mit Vollgas hinein ins Establishment.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Mi 29. Jul 2015, 13:22

Öffentliche Infrastruktur ist eine staatliche Aufgabe im Sinne der Daseinsvorsorge für Volk und Wirtschaft. Private Initiativen, so wie wir seinerzeit, können nur die Brücke bauen, bis langsame Entscheidungsprozesse der öffentlichen Hand durchlaufen sind. Im Falle der Hunsrückbahn wurde durch die HWB eine Brücke über fast 6 Jahre gebaut. Dennoch hat dies nicht gereicht, um zu positiven Ergebnissen zu gelangen. Was soll man dann noch sagen ...?

Eben der "Anruch" der Hobbyspielerei war Grund dafür, dass wir stets auf eine Touristikbahn in modernen Strukturen mit originellem Gefährt gesetzt haben, nicht auf eine MuBa. Unser Konzept konnte daher sogar vom zuständigen ZV SPNV Nord jährlich unterstützt werden.

Der Verkehr auf einer Strecke ist aber nicht das Thema: Jemanden, der fahren will, wird man immer finden. Zuvor muss die Infrastruktur erhalten und instand gesetzt werden. Und eben da liegt der Hase im Pfeffer. Diese Bahnstrecke ist politisch tot. Dunger betätigt sich nur noch unappetitlich als Leichenfledderer. Mit dem Weggang des Herrn Eibes aus Morbach ist der Rückhalt für das Projekt in der Region gestorben. Aktuell vor Ort tätige Politiker arbeiten nach dem Prinzip: Wasch mich, aber mach mich nicht nass. Bestenfalls gibt es Lippenbekenntnisse. Entscheidungen, die vor einigen Jahren mit großer Angst und Mühe - aber mit gewissem politischen Mut - durch die Räte gebracht wurden, würden heute gar nicht mehr angefasst. Einmal hat man sich da die Finger verbrannt - kein zweites Mal.
Die Beschlussfassung des Kreistages in Simmern ist also eigentlich die die konsequente Fortführung der Entscheidungen der letzten Jahre, die sich immer weiter von der Bahn entfernt haben. Für mich ehrlich gesagt keine Überraschung. Und Dunger haut natürlich in die Kerbe, die ohnehin schon besteht.

Und schauen wir uns die traurige Haltung der Länder an: Das Saarland ist das Zünglein an der Waage und bislang kommt (zumindest öffentlich) kein klares Wort. Rh-P würde zwar zumindest den ISV mit DB Netz abschließen, aber nur, wenn die Strecke durchgehend gesichert ist (was ja auch Sinn macht). Und da ist das Kasperletheater wieder perfekt in dieser Bananenrepublik.
Wenn also die Strecke nicht gesichert werden kann, weil nicht beide Länder mitspielen, dann ist es aus bahntechnischer Sicht wurscht, ob da Bäume wachsen oder ein Radweg für Dunger und Co entsteht.
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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Bad Camberger » Mi 29. Jul 2015, 14:20

Man sollte verhindern, dass einige Politiker mit Anhängsel, nur weil sie gerade "die Macht" haben, dumme Ideen umsetzen und damit Infrastruktur vernichten, die schon mehrere Generationen überdauert hat. Nur in ihrer Gesamtheit ist die Strecke sinnvoll zu betreiben.

Ist der Radweg erst gebaut, wird er nie wieder verschwinden, darauf könnt ihr einen lassen. :roll: Das wärs dann gewesen.

Bad Camberger

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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Horst Heinrich » Mi 29. Jul 2015, 17:40

saarepi hat geschrieben:...und nicht die öffentliche Hand um einen Millionenbetrag zur Anschaffung von rollendem Material bitten,

Wer fordert denn so etwas?
Da kann man nur fragen, ob man es hier mit Phantasten, Kindern oder Verrückten zu tun hat.

Allerorten ächzen funktionierende Museumsbahnen unter Personal- und Geldmangel, werden betriebsfähige, historische Loks abgestellt, weil sie kaum noch einer fahren kann und da haben allen ernstes im Hunsrück Leute ohne einen Cent Eigenkapital die Stirn, öffentliche Gelder für ein Hirngespinst zu reklamieren.

Früher habe ich immer die Ferrosexuellen mit Cordhose, kariertem Hemd und Mephisto-Schuhen verlacht, wenn sie -am ganzen Körper vor Aufregung vibrierend- entlang der Strecken mit umgehängter Agfa Silette auf den Dampfzug gewartet haben. Doch diese Spezies scheint ja immer noch nicht ausgestorben zu sein - Wasser auf die Mühlen der normalen Bevölkerung, die vom Landesrechnungshof schon unter Anklage genommen wird, wenn die Toilettenfenster im Gemeindehaus 20% teurer werden als veranschlagt.

Mit solchen Ideen kann man auf dem Land keinen Schienenverkehr mehr etablieren, da kann man sich nur noch lächerlich machen.

Übrigens:
Bei km 92, etwa 2 km vor Thalfang am alten BÜ der L 164 wurde an einem der diebstahlbedingten Lücken die Strecke "überbrückt" um eine passable, geschotterte LKW-Zufahrt für Holztransporter herzurichten.
Man sieht, welchen Stellenwert die Bahn hier noch hat.
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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon jojo54 » Do 6. Aug 2015, 08:45

Hier ein Linkhinweis auf einen Beitrag aus dem Trierischen Volksfreund, Teilausgabe Hunsrück, vom 06.08.2015.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 79,4284549

MfG
jojo54

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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Horst Heinrich » Do 6. Aug 2015, 10:04

jojo54 hat geschrieben:Hier ein Linkhinweis auf einen Beitrag aus dem Trierischen Volksfreund, Teilausgabe Hunsrück, vom 06.08.2015.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 79,4284549

MfG
jojo54

Wenn ich die offiziellen Statements richtig verstehe, dann sind die politischen Stellen im Westteil der Strecke und im Mainzer Ministerium nicht nur für den bloßen Erhalt der Trasse, sondern auch für einen Betrieb zur ökologisch konsequenten Anbindung des Nationalparks.
Nach den verschiedenen aktuellen gutachterlichen Szenarien wäre die Strecke STM-SBBN für 6 bis 12 Millionen Euro zumindest wieder befahrbar zu machen, auf die anliegenden Kommunen entfielen dabei zwischen 900.000 und 2 Millionen Euro -je nachdem, ob man die rheinland-pfälzische (85:15%) oder die saarländische (75:25%) Förderrichtlinie heranzieht.

Ohne jetzt auf den Gleismeter herunterzurechnen, wären das zwischen 180.000 und 400.000 Euro je Kommune.

Das sind selbst in finanziell schwachen Kommunen (z.B. Thalfang und Hermeskeil) noch darstellbare Aufwendungen, zumal man hier z.Zt. bereit ist, auch größere Summen für andere Infrastrukturprojekte (z.B. Sanierung der Regionalen Schule Thalfang, Schulerweiterungen in Hermeskeil ) in die Hand zu nehmen.
Wenn ich da mal bei den Schulen bleibe:
Morbach bekommt für die IGS im kommenden Schuljahr seine gymnasiale Oberstufe, Thalfang möchte seine Regionale Schule um eine Fachoberschule erweitern, auch an der Berufsbildenden Schule Hermeskeil möchte man weiterhin die FH-Reife
anbieten.
Alle drei Schulen liegen an der Bahnstrecke, nimmt man die Region Horbruch/Hochscheid dazu, könnte die Strecke den Schulstandorten aus rund 40 Orten Schüler zuführen - eine immense Chance für die Bahnstrecke, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.

Auf dieses kommunale Bekenntnis zur Strecke muß man nun aufsatteln - mit all den zu Gebote stehenden Argumenten, vielleicht ist dies die letzte Chance für die Strecke.
Im März 2016 ist Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, da ist man eher bereit, dem Bürger auch Zugeständnisse zu machen, gerade in einer mehr konservativ (CDU) orientierten Region.

Ich bin mal gespannt, ob die Hunsrückquerbahninitiativen diesen Faden nun aufnehmen.
Vielleicht muß ich ja doch noch meinen eigenen Verein gründen... :?
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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Dieselpower » Do 6. Aug 2015, 10:53

Wenn ich solche Summen lese, und sehe, daß im Westerwaldort Hundsangen 307.000 Euro lockergemacht werden, um im Freibad sechs "Sun Tripods" aufzustellen, was nichts anderes ist, als "innovative" monströse Sonnenschirme, kommt mir der Kaffee hoch, und wenn ich weiter bedenke, daß die bis zum nächsten Gewitter Schatten spenden können (Sonst kann ein Sonnenschirm ja nicht allzu viel), und dann ggf. schon repariert werden müssen...einfach nur lächerlich.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich drüber kaputtlachen...

http://www.das-rad-und-schiene-forum.de ... 23&p=30285
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
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Re: Kreistag Rhein-Hunsrück will radeln statt Nationalparkba

Beitragvon Dieselpower » Do 6. Aug 2015, 11:50

Genau so sieht es aus, danke für diese detaillierten Zahlen...

Darum ist es ja so wichtig, die angestaubten "Hat sich damals schon nicht gelohnt"-Totschlagsargumente zu entkräften. Auch im Hinblick auf demagogische und wirtschaftliche Entwicklungen...ob sich den Sprit für's Auto in 10 Jahren noch jeder erlauben kann???

Alle zugewachsenen Gleise, die noch überall in der deutschen Diaspora herumliegen, sind "schlafende" Verkehrsadern, man muß sie nur zum Leben erwecken, und sinnvoll nutzen, leider fehlt oft nur der allgemeine Wille in Deutschland, nicht zuletzt auch, weil die Bahn gern als Störfaktor verkauft wird. Schaut Euch nur die unsäglichen, gebetsmühlenartigen Wiederholungen dieses Bahnlärmquatschs in Presse und Politik an!

Ein "echtes" Netz an Gleisen ist doch besser, als jede Rumpf-Stichbahn ohne Weichen, aber eine Rumpf-Stichbahn ohne Weichen ist immer noch besser, als ein weiterer überflüssiger Radweg! Da gibt es doch nun wirklich weiß Gott genug von!!!
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