Bahnsteig Erpel zu gefährlich

Daniel K.
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Bahnsteig Erpel zu gefährlich

Beitragvon Daniel K. » Fr 14. Feb 2020, 07:42

Moin,

in der R-Z Ausgabe gestern war ein Bericht zur Situation in Erpel. Leider mit Bezahlschranke, aber das läßt sich ja lösen:

https://www.rhein-zeitung.de/region/aus ... 89467.html

Scheint wirklich nicht lustig, und barrierefrei ist anders,


MfG

Daniel

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Dieselpower
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Re: Bahnsteig Erpel zu gefährlich

Beitragvon Dieselpower » Fr 14. Feb 2020, 10:13

Bei dem ganzen Gejammer über mangelnde Barrierefreiheit (Schon mal in andere EU-Länder geguckt?) frage ich mich immer wieder, wie es Generationen von Senioren geschafft haben, mit der Bahn zu fahren - als es noch richtige Züge mit Stufen und Türklinken gab, anstelle von Plastikbahnen mit Niederflureinstieg und Treppenstufensammelsurium im Inneren und (oft defekter) Trittstufen, weil der schmale Wagenkasten (Was auch negativen Einfluß auf den Komfort hat) zu weit vom Bahnsteig entfernt steht....auf der anderen Rheinseite verliert (angeblich auch wegen mangelnder Barrierefreiheit) Oberwinter gerade sein ordentliches Dach und wohl endgültig die Trasse für die entfernten Überholgleise - obwohl die Bürger das gar nicht wollten!

Bahnübergänge, Bahnsteige, Oberleitungen, abgestellte Züge....wieso ist bei der Bahn in unserer Vollkasko- und Rechtsschutzgesellschaft immer alles "gefährlich"? Man hat inzwischen echt den Eindruck, daß aufgrund der permanent abgelegten Eigenverantwortung das ganze Volk 24 Stunden Betreuung braucht...
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
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Re: Bahnsteig Erpel zu gefährlich

Beitragvon reinout » Fr 14. Feb 2020, 18:21

Wie Älteren, Rollstuhlfahrer, Leute mit Kinderwagen usw es früher geschaft haben? Nicht und/oder mit viel mehr Mühe und/oder viel mehr Personaleinsatz.

Meine (leicht behinderte) Frau war jedenfalls froh ebenerdig mit die Kinderwagen direkt die Plastikbahn* hineinfahren zu können. Bei eine alte Bus mit Stufen, wie in meine Jugend üblich, hätte das eine längere Aufenthalt bedeutet wobei die Busfahrer aushelfen sollte. Barrierefreiheit meint also wirklich Freiheit statt Behinderung.
Ja, man kann übertreiben mit Barrierefreiheit. Aber man sollte auch nicht allzu negativ sein und alles gute herausschmeißen weil es die Bahn ein bisschen behindert.

Reinout

*) "Plastikbahn": 30+ Jahre alt, gutes eisernes schweizerisches Zeug :)

Daniel K.
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Re: Bahnsteig Erpel zu gefährlich

Beitragvon Daniel K. » Fr 14. Feb 2020, 19:40

@ Dieselpower,

"als es noch richtige Züge mit Stufen und Türklinken gab.."

Eben, im Silberling hatte man wenigsten eben dies noch und keine Fallhöhe von 60 cm ins Schotterbett.
Barrierefreiheit ist so ein Begriff, der mir auch nicht so viel sagt. (Aufzüge müßte man ja auch "beschützen" und warten:-(
Aber wenn bestimmte Personengruppen den Zug nicht mehr nutzrn können, ist auch nicht prickelnd.
Und Aktionen wie Oberwinter sind eine Sauerei; keine Frage.

MfG

Daniel

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Re: Bahnsteig Erpel zu gefährlich

Beitragvon jojo54 » Di 3. Mär 2020, 14:03

Ist auch Thema der SWR.3-Landesschau RLP.

Hier der Link zum Video.


https://www.swrfernsehen.de/landesschau ... 9-100.html

MfG
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Re: Bahnsteig Erpel zu gefährlich

Beitragvon Dieselpower » Di 3. Mär 2020, 19:54

Daniel K. hat geschrieben:@ Dieselpower,

"als es noch richtige Züge mit Stufen und Türklinken gab.."

Eben, im Silberling hatte man wenigsten eben dies noch und keine Fallhöhe von 60 cm ins Schotterbett.
Barrierefreiheit ist so ein Begriff, der mir auch nicht so viel sagt. Aufzüge müßte man ja auch "beschützen" und warten :-(
Aber wenn bestimmte Personengruppen den Zug nicht mehr nutzen können, ist auch nicht prickelnd.
Und Aktionen wie Oberwinter sind eine Sauerei; keine Frage.

MfG

Daniel


Hierzu nur ein Beispiel:
Der Aufzug in Au(Sieg) an den Bahnsteigen 2, 4, 31 und 32 (In Au geht das, ein Aufzug zu 4 Gleisen) ist ca. seit Jahreswechsel defekt, und das, obwohl hier nicht nur fast alle Züge Richtung Köln abfahren, sondern auch noch die Mitarbeiter der Servicefirma mit den modifizierten Sackkarren die Zugschlußsender für die SZB-Strecke nach Altenkirchen von Gleis 2 Ost nach 1 West transportieren müssen. die werden jetzt ganz UVV-gerecht übers Gleis geschleppt…
Es interessiert offenbar keine Sau. Es ist noch nicht einmal ein Hinweis vorhanden, daß der Defekt gemeldet ist und bis xxx behoben werden soll. Es kann mir auch keiner erzählen, daß man es in zwei Monaten nicht schafft, so ein Ding wieder ans Laufen zu bekommen... es ist einfach nur noch lächerlich, was hier abgeht.
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