Felssturz südl. von Kestert (Sperrung Bahn und B42)

bigboy4015
Amtsrat A12
Beiträge: 1100
Registriert: Mo 26. Jun 2006, 13:40
Kontaktdaten:

Re: Felssturz südl. von Kestert (Sperrung Bahn und B42)

Beitrag von bigboy4015 »

70Tonner Kran extra aus NRW?
Könnte es sich um einen 700Tonner handeln?

Ein 70Tonner ist eigentlich im Näheren Umland wie Mainz, Koblenz oder selbst Limburg zu finden.
Ulrich Wolf
Ansonsten sind die Diesel größer: Die im Westen der USA
Bild
eta176
Präsident der Deutschen Bundesbahn B11
Beiträge: 7627
Registriert: Do 21. Jun 2007, 19:52

Heute hochrangige Presse-Info ...

Beitrag von eta176 »

Bahn lädt zu Info-Runde
Mittelrhein. Bei einem Pressetermin am heutigen Freitag werden Dr. Volker Hentschel,
Vorstand Anlagen- und Instandhaltungsmanagement der DB Netz AG, sowie Dr. Jürgen
Matthesius, Technischer Geschäftsführer der gbm – Gesellschaft für Baugeologie und
-meßtechnik mbH, über den aktuellen Stand informieren sowie die nächsten Schritte
an Hang und Strecke vorstellen.

Ort und Zeit werden nicht genannt - man darf über die Aussagen gespannt sein
Benutzeravatar
Pflatsch
Obersekretär A7
Beiträge: 266
Registriert: Di 1. Jan 2008, 17:15

Re: Felssturz südl. von Kestert (Sperrung Bahn und B42)

Beitrag von Pflatsch »

Was ist bei den Gesprächen rausgekommen?
Reiner
Direktor A15
Beiträge: 3165
Registriert: Do 4. Aug 2005, 09:13

Re: Felssturz südl. von Kestert (Sperrung Bahn und B42)

Beitrag von Reiner »

Das hier gab es zu lesen:

Rheinland-Pfalz: Felsabrutsch im Mittelrheintal erfordert deutlich mehr Aufwand und Zeit

Die Stabilisierung und Sicherung der Felshangs auf der Mittelrheinstrecke bei Kestert erfordern mehr Aufwand und Zeit als ursprünglich angenommen. Nach dem Ereignis am 15. März war die DB sofort mit eigenem Personal sowie Geolog:innen und Kletterer:innen vor Ort, hat Helikopter und tonnenschwere Bagger eingesetzt und insgesamt sechs Sprengungen vorgenommen, um den Geröllberg so schnell wie möglich abzuräumen.

Diese Arbeiten sowie eingehende geologische Untersuchungen haben nun die Erkenntnis gebracht: Weitere 2.000 Kubikmeter loses Felsgestein müssen vom Hang abgelöst werden. Insgesamt liegen im Bereich der Bruchstelle bei Kestert derzeit rund 15.000 Kubikmeter Felsgestein.

Dr. Volker Hentschel, Vorstand Anlagen- und Instandhaltungsmanagement DB Netz AG: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Fels zu stabilisieren. Selbstverständlich wollen wir, dass die Züge am rechten Rhein so schnell wie irgend möglich wieder rollen. Dabei muss zuerst die Sicherheit stimmen. Wir gehen davon aus, den Betrieb noch im April wiederaufzunehmen.“

Spezialist:innen, darunter Geolog:innen und Industriekletter:innen, treiben in dem schwer zugänglichen steilen Hang die Arbeiten voran. Erst nach weiteren Sprengungen des verbliebenen losen Gesteins kann mit der weiträumigen Sicherung des Hanges mit Netzen begonnen werden. Dafür setzt ein Spezialist:innenteam 620 Anker in den Fels, für die jeweils ein bis zu neun Meter tiefes Loch gebohrt werden muss. Die Sicherungsmaßnahmen mit Netzen sind auf zwei Flächen von 1.000 bzw. 1.100 Quadratmetern im Steilhang erforderlich. Anschließend werden die Gleise von den Geröllmassen beräumt, bei Bedarf repariert, auf eisenbahntechnische Sicherheit geprüft und wieder in Betrieb genommen.

„Hier im Rheintal haben wir es vor allem mit Schieferfelsen sowie Ton-, Silt- und Sandsteinen zu tun. Diese geologischen Bedingungen erfordern bei allem, was wir tun besondere Sorgfalt und Expertise“, sagt der beratende Geologe Dr. Jürgen Matthesius. „Damit der Hang oberhalb der Gleise nicht noch mehr belastet wird, gehen wir extrem vorsichtig und iterativ vor. Das heißt, kein großer Knall, sondern mehrere kleine Sprengungen für den stabilen Hang. Das ist übrigens auch schonender für die Flora und Fauna.“

Die Bahnstrecke zwischen Loreley und Kamp-Bornhofen bleibt in beiden Richtungen gesperrt. Der Güterverkehr im Mittelrheintal fährt zuverlässig, die DB leitet den Großteil der Züge linksrheinisch über Bingen um. Dafür hat die DB noch einmal zusätzlich Platz geschaffen. Durch eine verbesserte Disposition können seit Dienstag 20 Güterzüge mehr pro Richtung auf der linken Rheinstrecke fahren. Auch durch die Reduzierung des Nahverkehrs während einer Baumaßnahme profitiert der Güterverkehr.

Derzeit ist auch die angrenzende Bundesstraße gesperrt. Die DB steht hier zur weiteren Abstimmung in engem Austausch mit den Kommunen, dem Landesbetrieb Mobilität sowie weiteren politischen Gremien.

Pressemeldung Deutsche Bahn

Gruß Reiner
eta176
Präsident der Deutschen Bundesbahn B11
Beiträge: 7627
Registriert: Do 21. Jun 2007, 19:52

... den Betrieb noch im April wiederaufzunehmen.

Beitrag von eta176 »

Danke Reiner für das Zitat der DB-Meldung. Ich füge noch mal den Link zur "Vorlage" ein :wink:

Der erstaunlichste Satz der Meldung: "Wir gehen davon aus, den Betrieb noch im April wiederaufzunehmen.“

Nach geologischer Untersuchung:
Felsabrutsch im Mittelrheintal erfordert deutlich mehr Aufwand und Zeit

DB Netz-Vorstand Dr. Hentschel: „Wollen, dass Züge schnellstmöglich wieder über rechte Rheinschiene fahren.
Zuerst muss Sicherheit stimmen“ • Großteil der Güterzüge fährt zuverlässig über linke Rheinschiene

:arrow: https://www.deutschebahn.com/pr-frankfu ... it-6074442
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Fraglich, ob die Schreibweise mit den Doppelpunkten "der Weisheit letzter Schluss" sein wird :roll:
Spezialist:innen, darunter Geolog:innen und Industriekletter:innen


Weiß jemand, was mit diesem Satz gemeint ist?
"Auch durch die Reduzierung des Nahverkehrs während einer Baumaßnahme profitiert der Güterverkehr."
.
hochwald
Amtmann A11
Beiträge: 723
Registriert: Mo 7. Mär 2011, 11:50

Re: Felssturz südl. von Kestert (Sperrung Bahn und B42)

Beitrag von hochwald »

Ja ich verfolge das interessiert ... erinnert mich etwas an den Hangrutsch bei dem Tunnel an der Eifelstrecke vor paar Jahren, ääm wie lang hat das gedauert, halbes Jahr? ... jaaa ... als Hunsrücker der seit Jahrzehnten im schönen Österreich lebt, der reibt sich da schon etwas die Augen, in der Schweiz und in Österreich sind solche Aktionen an der Tagesordnung und eine Sache von Tagen bis maximal wenige Wochen. Klar die Geologen müssen ran, so ein Feslssturz ist immer was anderes als ein oberflächlicher Murenabgang, aber ich bin schon gespannt wie lange das dauern wird. :wink: .... mit den Wutbürgern das ist einfach nur noch peinlich ...
Antworten