Neues von der Weststrecke

hochwald
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Re: Neues von der Weststrecke

Beitragvon hochwald » Mi 26. Jun 2013, 15:09

dem kann ich nur beipflichten, so rasch ist man von Thionville in Lux, dann umsteigen und nach Trier gurcken mit der Bimmelbahn ... im gefühlten Schritttempo über die Konzer Moselbrücke ...

Mediapark
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Re: Neues von der Weststrecke

Beitragvon Mediapark » Fr 24. Jan 2014, 16:00

Die Stadt Trier hat gestern Anwohner informiert. Mittlerweile gibt es einen neuen Bericht auf der Seite der Stadt Trier, der die Planungen nochmal zusammenfasst:

24.01.2013 | Reaktivierung Westtrasse
Von Ehrang zum Kirchberg
Mit den fünf neuen Haltepunkten Ehrang-Hafenstraße, Kaiser-Wilhelm-Brücke, Römerbrücke, Euren-Eisenbahnstraße und Zewen-Kantstraße an der Schienenwesttrasse wird das Nahverkehrsangebot in Trier deutlich ausgeweitet. So sieht es das fortgeschriebene Regionalbahnkonzept vor, über das der Stadtrat am 18. Februar entscheidet. Ende 2018 sollen die ersten Züge rollen. (Rest bei trier.de)

Soll übrigens eine unterhaltsame Veranstaltung gewesen sein: einige Anwohner haben ihre große Angst vor den Milljuunen von Güterzügen geäußert, die künftig da bestimmt fahren werden, wenn die Strecke für den Personen-Nahverkehr reaktiviert wird :roll: Außerdem verlieren dann die Häuser an Wert, und überhaupt sollte man generell nicht so viel verändern.

Edit: Zahl der Güterzüge auf trierisch korrigiert.
Zuletzt geändert von Mediapark am Fr 24. Jan 2014, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus dem Mediapark

IR2212
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Re: Neues von der Weststrecke

Beitragvon IR2212 » Fr 24. Jan 2014, 17:40

Mediapark hat geschrieben:...
Soll übrigens eine unterhaltsame Veranstaltung gewesen sein: einige Anwohner haben ihre große Angst vor den hunderten von Güterzügen geäußert, die künftig da bestimmt fahren werden, wenn die Strecke für den Personen-Nahverkehr reaktiviert wird :roll: Außerdem verlieren dann die Häuser an Wert, und überhaupt sollte man generell nicht so viel verändern.


Na toll, wieder einmal die üblichen platten Horrorbefürchtungen, die leider bei vielen Projekten pure Angst vor neuem und ungewissem ist. :roll: Solange die Leute noch vernünftigen Argumenten gegenüber aufgeschlossen sind, geht es ja noch, schlimmer sind dann diejenigen, die verbohrt auf irgendwelchen utopischen Befürchtungen herumreiten und diese als Realität verkaufen.
Eine gute Anbindung an den ÖPV steigert eigentlich den Wert der Immobilien an der Strecke bzw. in der Nähe der Stationen und senkt sie nicht. Von der Handvoll leiser Personenzüge pro Stunde merkt man vermutlich Geräuschmäßig gar nichts. Die ohnehin schon vorhandenen Güterzüge dürften deutlich lauter sein.
IR2212 - Der letzte Interregio mit dem ich von Mainz in Richtung Norden fuhr.

BR 614 - ein unvergleichliches Fahrzeug.

Horst Heinrich
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Re: Neues von der Weststrecke

Beitragvon Horst Heinrich » Fr 30. Mai 2014, 09:48

Der Kampf gegen die Bahn geht in die nächste Runde:
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 54,3893790
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Bernd Heinrichsmeyer
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Re: Neues von der Weststrecke

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » So 1. Jun 2014, 14:45

Horst Heinrich hat geschrieben:Der Kampf gegen die Bahn geht in die nächste Runde:
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 54,3893790

Bei dem, was die Lokalpresse so herausgibt, muss man manchmal schwer an sich halten. Was erwarten Menschen, die ein Haus oder eine Wohnung an einer zweigleisigen elektrifizierten Bahnstrecke beziehen? Dass da einmal am Tag eine geräuschloser Akkutriebwagen vorbeischnurrt und der Rest zum "schön anzusehen" da ist? Wie blöd muss man eigentlich sein???
Die Bahnstrecke - nebenbei die älteste Bahnverbindung in Trier - ist mit absoluter Sicherheit schön länger da, als alle heute lebenden Anlieger. Da muss man entweder einen Wohnortwechsel vollziehen, oder sich damit arrangieren. Ich kann mir auch z.B. in Pallien nicht vorstellen, dass die Anwohner ernsthaft eine Lärmschutzwand vor der Nase haben wollen (anstelle Moselblick), zumal man keinen Platz für solche Spielchen hat. Schon bei der Elektrifizierung musste hier getrickst werden, um die Masten unterzubringen. Insofern sollte die Lokalpresse vielleicht einmal die Realitäten prüfen und besser recherchieren.
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
http://www.heinrichsmeyer.com

Horst Heinrich
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Re: Neues von der Weststrecke

Beitragvon Horst Heinrich » Fr 5. Sep 2014, 17:23

Es gibt wieder Neuigkeiten von der Weststrecke.
http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 54,3985435

Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben: Da muss man entweder einen Wohnortwechsel vollziehen, oder sich damit arrangieren.

Das werden Politik und Gerichte bald anders sehen, ich ahne nichts Gutes, wenn ich mir den Paradigmenwechsel in Sachen Bahn in unserer Republik ansehe.
Eine kostspielige "Pink"- Variante zur Beruhigung der Oberweseler, ein 5-Milliarden-Tunnel zwischen Wiesbaden und Bonn, überall Radwege auf Bahntrassen, ÖPNV-Abbestellungen im Ahrtal, Streckenstillegungen in den östlichen Bundesländern.
Die Bahn hat es mehr und mehr schwer, ihren Betrieb zu legitimieren.

Heute hatte ich in Thalfang wieder so eine Begegnung der "dritten Art".
Stichwort Hunsrückquerbahn:
"So ein Quatsch, rausgeworfenes Geld, wer fährt denn da mit? Besser wär's, endlich eine Autobahn von Trier zur B 327 zu bauen."
O-Ton einiger Einheimischer...
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Neues von der Weststrecke

Beitragvon eta176 » Mi 17. Jun 2015, 22:15

Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz,
Pressemeldung vom 17.06.2015 | Infrastruktur / Region Trier


Neue Regionalbahnlinie nach Luxemburg ab 2018 – Reaktivierung der Weststrecke spätestens im Jahr 2020

Eine neue grenzüberschreitende Regionalbahnlinie soll ab Dezember 2018 die Region Trier mit dem Großherzogtum Luxemburg verbinden.
Hierzu haben Staatssekretär Günter Kern, der luxemburgische Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, François Bausch, und
der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes SPNV Rheinland-Pfalz Nord, Landrat Michael Lieber, die Weichen gestellt.

„Die zusätzliche Regionalbahnlinie erweitert das grenzüberschreitende Angebot im Schienenpersonennahverkehr mit dem Ziel unter anderem
Grenzpendlern zusätzliche Fahrmöglichkeiten zu bieten und den Anteil der Reisenden mit der Bahn insgesamt zu steigern“, sagte Kern bei der
Unterzeichnung der Grundlagenvereinbarung zur Einrichtung der neuen Regionalbahnlinie in Trier.

„Mit der heute zur Unterzeichnung anstehenden Grundsatzvereinbarung werden die Weichen für dieses neue Konzept gestellt. Ich bedanke
mich bei allen Beteiligten, insbesondere unseren Partnern in Luxemburg, für die wiederum hervorragende Zusammenarbeit“, so Landrat Lieber.

Die neue Regionalbahnlinie beginnt in Wittlich und fährt mit Halt an allen Bahnhöfen auf deutscher Seite über Schweich, Trier Hbf (Oststrecke)
und Igel nach Luxemburg. In Luxemburg verkehrt die Regionalbahn mit wenigen ausgewählten Halten über den Hauptbahnhof Luxemburg hin-
aus bis zu dem neu geplanten Haltepunkt „Kirchberg-Pfaffenthal“ Von dort aus können insbesondere die Arbeitsplätze auf dem Luxemburger
Kirchberg besser erreicht werden. Der Fahrplan der Regionalbahnlinie soll so ausgerichtet werden, dass er eine zeitnahe Anschlussmöglichkeit
in Ehrang-Hafenstraße auf die „Sprinterzüge“ ermöglicht, die auf der Eifelstrecke zwischen Trier und Köln verkehren.

Das neue Konzept soll im Fahrplanjahr 2019 (ab Dezember 2018) realisiert und mindestens für 20 Jahre angeboten werden. Geplant ist ein
Betrieb an Werktagen grundsätzlich im Stundentakt von etwa 6.00 Uhr am Morgen bis circa 22.00 Uhr am Abend.

Mit der Reaktivierung der Weststrecke im Jahr 2020 wird die Regionalbahnlinie ab Trier-Hafenstr. über die Trierer Weststrecke verkehren und
zusätzliche Potentiale für den grenzüberschreitenden Verkehr erschließen und die Erreichbarkeit des Trierer Westens auch für den deutschen
Binnenverkehr deutlich verbessern.

Bereits mit dem Start des Rheinland-Pfalz-Taktes 2015 wurde der grenzüberschreitende SPNV zwischen Rheinland-Pfalz und Luxemburg maßgeblich
aufgewertet, indem zum Beispiel eine stündlich verkehrende Regionalexpresslinie zwischen Koblenz, Trier und Luxemburg eingerichtet wurde.

„Was die damit verbundenen Infrastrukturmaßnahmen betrifft, so hat ein Finanzierungsanteil Luxemburgs in Höhe von acht Millionen Euro den
zweigleisigen Ausbau der Eisenbahnverbindung Trier – Luxemburg im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Igel und der Betriebsstelle Igel-West
garantiert,“ so François Bausch.

Die bisherige Zusammenarbeit bei der Gestaltung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zwischen Rheinland-Pfalz und dem Großherzogtum
Luxemburg habe somit bereits zu deutlichen Verbesserungen geführt. Die heutige Unterzeichnung der Grundlagenvereinbarung setze diesen Weg
konsequent fort und zeige, dass Ländergrenzen keine Hindernisse in einem zusammenwachsenden Europa darstellen müssten, so die beteiligten
Partner.

http://isim.rlp.de/no_cache/einzelansic ... s-im-jahr/


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